Eishockey

Eisbären-Trainer Ralf Hoja drückt den Resetknopf

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Bleibt trotz des Fehlstarts gelassen: Eisbären-Trainer Ralf Hoja.

Die Hammer Eisbären stehen nach drei Niederlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz der Eishockey-Regionalliga. Nach dem schweren Auftaktprogramm kommen jetzt die Gegner, die die Mannschaft von Ralf Hoja schlagen muss.

Hamm - Drei Spiele, drei Niederlagen – der Vizemeister der Eishockey-Regionalliga liegt derzeit mit null Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. 

Für Ralf Hoja, Trainer der Hammer Eisbären, zwar enttäuschend, aber keineswegs überraschend. „Mit Blick auf den Spielplan konnte man durchaus damit rechnen“, meint der Coach. „Wir haben bisher gegen die drei vermeintlich stärksten Teams gespielt. In Neuwied und Herford kann man verlieren. Und auf eigenem Eis haben wir gegen den Top-Favoriten Diez-Limburg die Partie lange offen gehalten.“ Lediglich die 4:6-Niederlage in Herford sei unnötig gewesen. „Da haben wir uns recht dumm angestellt“, betont Hoja.

"Wir müssen nicht alles in Frage stellen"

Der Coach will aber nicht nachkarten, sondern nach vorn blicken. „Wir müssen die Ruhe bewahren, nicht alles in Frage stellen. Wir sollten den Resetknopf drücken. Für uns beginnt die Saison praktisch neu, weil wir jetzt auf die Gegner treffen, die wir schlagen müssten“, meint Hoja. Schon am Freitagabend soll im Heimspiel gegen die Ratinger Ice Aliens (20 Uhr) der erste Dreier eingefahren werden. „Uns war bewusst, dass es im Vergleich zur vergangenen Saison in der Regionalliga keine leichten Spiele mehr geben wird“, beteuert Manager Jan Koch. „Die Zeiten, dass wir mit nur 80 oder 90 Prozent Einsatz die Punkte holen konnten, sind vorbei.“ 

Lange Pause für Kevin Orendorz

Zumal die Eisbären in den kommenden Wochen auf Kevin Sven Orendorz verzichten müssen, der sich beim Pokalsieg in Bergisch-Gladbach eine schwere Sprunggelenksverletzung zuzog. Der Ex-Profi, die Vereinsführung und der Trainer warten derzeit auf das Ergebnis der MRT-Untersuchung. 

Hoja rechnet aber damit, dass Orendorz vier bis sechs Wochen ausfallen wird, was die Hammer angesichts der Qualität des Spielers natürlich besonders hart trifft. Zumal Michal Spacek, der an einer Leistenverletzung laboriert, nur mit halber Kraft agieren kann und deshalb selten auf dem Eis steht. „Wir haben genug Leute. Jetzt können sich die Akteure, die mehr Einsatzzeiten fordern, zeigen“, betont der Trainer. 

Ob die Eisbären in den kommenden Wochen personell nachlegen werden, ließ er offen. „Wir beobachten ständig den Markt. Es ist aber schwer, Spieler, die uns wirklich weiterhelfen können, nach Hamm zu holen. Das muss auch alles finanziell in unseren Rahmen passen“, erklärt Hoja. „Wenn wir einen Mann haben wollen, dann bieten andere oft mehr.“ Auch Manager Koch bestätigt, dass die Verantwortlichen in Bezug auf Verstärkungen die Augen weiter offen halten werden.

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