Anton-Rehbein-Turnier

So spielen die Favoriten um die heimliche Hallen-Krone in der Sachsenhalle

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Szene aus dem Finale 2019: Tim Neumann (Westfalia Rhynern, links) und Nils Kisker (Hammer SpVg). Die HSV gewann mit 10:9 nach Verlängerung.

Auch im 42. Jahr seit Erfindung des Anton-Rehbein-Turniers beim SVE Heessen schnüren die heimischen Kicker am 2. Weihnachtstag (ab 15.30 Uhr) die Fußballschuhe, um in der Sachsenhalle um die heimliche Hallen-Krone der Stadt zu spielen.

Hamm - Das Team, das sich diese nach dem Finale am Montag aufsetzen darf, beerbt Oberligist Hammer SpVg, der zuletzt zweimal in Folge gewonnen hat. Wir blicken auf die überkreislich spielenden Teilnehmer.

Westfalia Rhynern

Wer wird das Team in der Halle coachen?

Weil Trainer Michael Kaminski erst am 2. Weihnachtstag aus dem Urlaub zurückkehrt, wird an diesem Tag A-Jugend-Coach Mike Kischkel die Betreuung der Mannschaft übernehmen. „Danach die Tage werden wir beide gemeinsam auf der Bank sitzen“, sagt Kaminski. „Da ja auch Spieler der A-Jugend dabei sind, macht es Sinn, dass Mike dabei ist.“

Welche Spieler werden beim Turnier dabei sein?

Die Westfalia wird mit einem gemischten Kader aus Oberliga-Team und A-Jugend in Heessen antreten. Mit Jeffrey Malcherek, Leon Müsse, Sezer Toy, Oskar Rajsowski und Kai-Joe Hartmann sind fünf Akteure der ersten Mannschaft dabei. „Das sind alles gute Leute“, ist Kaminski überzeugt von den Hallenqualitäten seiner Spieler. „Dazu kommen im Tor Kevin Scierski aus der A-Jugend und der junge Simon Nordhoff aus der dritten Mannschaft.

Was hat sich das Team vorgenommen?

Abgesehen davon, dass sich Kaminski wünscht, dass alle Akteure verletzungsfrei durch das Turnier kommen, setzt er seiner jungen Truppe ein klares Ziel: „Wir haben uns vorgenommen, guten Fußball zu spielen und den Finaltag zu erreichen“, sagt er. „Wir haben allerdings eine schwere Gruppe mit der SG Bockum-Hövel und meinem Turnierfavoriten SVE Heessen.“ Die Gefahr, dass sich seine Spieler im Turnierverlauf Sperren einhandeln könnten, sieht der Coach nicht. „So schlau sollte jeder meiner Jungs sein. Alles andere wäre falscher Ehrgeiz“, sagt Kaminski, der im Gegensatz zu vielen Kollegen ein Freund des neuen Hallenmodus ist: „Die Futsal-Regeln haben sich bewährt. Dadurch ist das Spiel schneller geworden.“

Hammer SpVg

Wer wird das Team in der Halle coachen?

Traditionell wird Torwarttrainer Mano Zielinski verantwortlich für das HSV-Team auf der Bank sitzen. „Ich bin jetzt erstmal ganz raus, brauche ein wenig Zeit, um Kraft zu sammeln“, sagt Trainer René Lewejohann, der sich aber, genau wie Co-Trainer Adriano Ciallella, zumindest einen Tag in der Halle blicken lassen will. Für Zielinski gehört das Turnier dagegen fest zum Jahreskalender. „Ich bin gefühlt immer schon dabei gewesen“, sagt er. „Manchmal kommt der Trainer mal in die Halle, aber das meist auch nur für einen Tag.“

Welche Spieler werden beim Turnier dabei sein?

„Das werden schon Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft sein“, verspricht Zielinski. „Aber in erster Linie die jüngeren.“ Einzige Ausnahme: Beide Torhüter der Oberliga-Vertretung, Frederic Westergerling und Ivan Mandusic, werden nicht dabei sein. „Da werden wir auf die zweite Mannschaft zurückgreifen“, sagt Zielinski. Patrick Franke und Nils Kisker werden wohl jeweils nur für einen Tag zum Team stoßen, Dennis Klossek nach langer Verletzungspause allenfalls als Zuschauer auf der Tribüne. „Eine Mannschaft zusammen zu bekommen, war in diesem Jahr aber kein Problem“, sagt Zielinski.

Was hat sich das Team vorgenommen?

„Wenn man teilnimmt, will man immer gewinnen“, versichert der HSV-Torwarttrainer, der genau das in den vergangenen zwei Jahren mit der Mannschaft geschafft hat. „Entscheidend ist erst einmal, dass wir weiterkommen, denn die Vorrunde sollten wir schon überstehen. Das hat zuletzt ja gut geklappt. Und die Jungs können ja alle spielen. Am wichtigsten ist aber gerade in unserer Situation, dass sich keiner verletzt und alle fit bleiben.“

SG Bockum-Hövel

Wer wird das Team in der Halle coachen?

Bei SG-Spielertrainer David Schmidt wird das Turnier erstmals keinen Platz im privaten Terminkalender einnehmen. „Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich mich komplett zurückziehe, auch weil die letzten Monate sehr anstrengend waren“, sagt der Coach des Bezirksliga-Spitzenreiters. „Das Zepter werde ich meinem Co-Trainer Gregor Kudlek überlassen. Mich wird man in der Halle nicht sehen, obwohl ich da immer sehr, sehr gerne gespielt habe.“ Die Umstellung auf den Futsal anstelle eines richtigen Fußballs sowie Regeländerungen und -auslegungen haben Schmidt den Spaß an der Halle vergällt. „Jeder Schiedsrichter pfeift anders. Das verwirrt ein bisschen und hat den Hallenfußball für mich unattraktiver gemacht.“

Welche Spieler werden beim Turnier dabei sein?

„Wir werden nicht mit der besten Elf auflaufen, aber viele Spieler, die während der Serie größtenteils in der ersten Elf standen, sind dabei“, sagt Schmidt. „Die Jungs sind gute Fußballer.“

Was hat sich das Team vorgenommen?

Mit Gastgeber SVE Heessen, dem SV Westfalia Rhynern, FC Pelkum und dem VfL Mark als Gegner sieht Schmidt viel Arbeit auf sein Team zukommen. „Wir haben eine extrem schwere Gruppe erwischt“, sagt er. „Heessen ist mit dem Heimvorteil immer ein Halbfinal-Kandidat. Es wird schwierig für uns, aber wenn jeder alles abruft, haben wir die Möglichkeit, weiter zu kommen. Das haben wir aber nicht als Ziel vorgegeben. Die Jungs sollen etwas mitnehmen, verletzungsfrei bleiben und Spaß mitbringen.“

TuS Lohauserholz

Wer wird das Team in der Halle coachen?

Während bei den meisten Vereinen ein Co-Trainer das Coaching der Mannschaft in der Halle übernimmt, geht der Bezirksligist einen anderen Weg. „Wir sind beide vor Ort, und ich denke, wir werden auch beide an der Bande stehen, obwohl man wenig eingreifen kann“, bestätigt Co-Trainer Torsten Skerra, dass er sich mit Jörg Fiebig um die Mannschaft kümmern wird. „Wir haben am Samstag auch kurz eine Einheit in der Halle absolviert, damit sich die Jungs an den Ball gewöhnen können.“

Welche Spieler werden beim Turnier dabei sein?

„Das wird die jüngere Generation sein“, versichert Skerra. „Justin Wojciech wird mit 27 Jahren der älteste Spieler sein, der dabei ist. Ansonsten sollen die, die vor zwei, drei Jahren aus der Jugend gekommen sind, auflaufen, dazu Erik Strecker und Finn Hunter aus der aktuellen A-Jugend.“ Von den vier Top-Torjägern des TuS Germania wird dagegen nur Gianluca Di Vinti dabei sein. „Dem hätten wir das aber auch gar nicht ausreden können“, sagt Skerra lachend. „Zumal er aus Heessen kommt.“

Was hat sich das Team vorgenommen?

„Es wäre schön, wenn wir am Endspieltag dabei sind“, sagt Skerra. „Es geht aber schnell anders, wenn man einen schlechten Start erwischt und unter Zugzwang gerät. Letztes Jahr waren wir gut in Bockum-Hövel und weniger gut in Heessen. Dieses Auf und Ab wird sich wohl fortsetzen.“ Vorrangig ist aber für den TuS-Coach, dass „keiner mit einer Sperre aus dem Turnier geht – da denke ich vor allem an die Torhüter.“ Ähnlich wie SG-Coach Schmidt macht sich Skerra Gedanken darüber, ob das Regelwerk nicht überarbeitet werden sollte. „Wenn eine Rote Karte nicht gerade auf Tätlichkeit oder Beleidigung zurückzuführen ist, dann sollte sich das Ganze auf eine Turniersperre beschränken.“

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