Fast 300 Aktive an der Pauluskirche / Video und Fotos

Runde Sache: Sportabzeichen-Tour macht Station in Hamm

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Startschuss an der Pauluskirche.

Hamm - Ehrgeiz, Schweiß und Jubel – rund um die Pauluskirche bot sich am Freitag ein ungewohntes Bild. Die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte Station gemacht, und fast 300 Hammer Schülerinnen und Schüler waren gekommen, um auf dem Marktplatz die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen zu erfüllen.

„Eigentlich“, sagte Sabine Matzka vom ausrichtenden Stadtsportbund (SSB) Hamm, „sind wir sehr zufrieden, damit, wie die Veranstaltung angenommen worden ist. Wir hatten erst Bedenken, weil das Wetter schlecht war, aber es sind alle eingeladenen Schulen vor Ort gewesen.“

Zehn Stationen steuert die Sportabzeichen-Tour in diesem Jahr von Berlin bis Rosenheim an – Hamm hat als einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag erhalten. Entsprechend wollten sich die Organisatoren gut präsentieren. Und das gelang: Der Marktplatz war voll mit tollen Ständen und interessanten Aktivitäten wie zum Beispiel einem Rollstuhlparkours.

Großer Andrang herrschte auch um die prominenten Begleiter der Tour, Stabhochspringer Danny Ecker und Stuntfrau Miriam Höller, die die Kinder unterstützten.

Möglichst viele Jugendliche und Erwachsene sollten dazu gebracht werden, das Sportabzeichen zu absolvieren. In vier verschiedenen Disziplinen mussten die Bedingungen in Ausdauer (800/1 000 Meter), Schnelligkeit (30, 50, 100 Meter), Kraft (Stand-Weitsprung) und Koordination (Seilspringen) erfüllt werden.

Die DOSB Sportabzeichentour 2015 in Hamm

Dass Hamm den Zuschlag erhalten hat, liegt darin begründet, dass die Stadt mit über 5000 Sportabzeichen-Absolventen im Jahr zu den aktivsten des Landes zählt. Bürgermeisterin Ulrike Wäsche lobte entsprechend den „aktiven“ Stadtsportbund.

Walter Schneeloch, der Vizepräsident des DOSB im Bereich Breitensport/Sportentwicklung und zugleich Präsident des Landesportbundes, freute sich in seiner Eröffnungsrede auf ein „tolles Fest“. Und Fritz Corzilius, Vositzender des Stadtsportbundes Hamm, sah sich darin bestätigt, dass der Sport einen „hohen Stellenwert in der Stadt genieße“.

Für zwei Kinder geriet das durch den Regen etwas rutschig gewordene Kopfsteinpflaster auf der Rundstrecke um die Kirche zur Stolperfalle. Mehr Blessuren als ein paar Schrammen, die von den emsigen Sanitätern vor Ort schnell verarztet wurden, zogen sie sich aber dabei nicht zu.

Im Gespräch mit Danny Ecker

Der deutsche Hallen-Rekordhalter im Stabhochsprung, Danny Ecker, begleitet die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als Sportbotschafter auf ihrer Reise durch Deutschland. Auch in Hamm unterstützte der dreifache Olympiateilnehmer die Jungen und Mädchen bei ihren Disziplinen, redete mit ihnen und feuerte sie bei den Wettbewerben an.

Ehrenrunde für das Sportabzeichen: Der dreimalige Olympiateilnehmer im Stabhochsprung, Danny Ecker, engagiert sich für den DOSB.

„Das hier ist schon etwas Besonderes für mich“, sagte Ecker zur Veranstaltung an der Pauluskirche. „Denn normalerweise finden die Wettkämpfe immer in Stadien statt. Aber so, wie es hier ist, gefällt es mir auch gut.“ Zumal Leute, die sonst nichts mit Sport zu tun haben und die vorbeikommen, „zum Nachdenken“ bewegt würden. Ecker, der mittlerweile nach absolviertem Studium im Finanzwesen tätig ist und in Leverkusen wohnt, hat „Angst davor, in einer unsportlichen Gesellschaft zu leben“. Daher brauchte er nicht lange zu überlegen, als er im vergangenen Jahr gefragt wurde, ob er die Aktion unterstützen würde. „Für mich ist Sport wichtig und wird es immer bleiben.“ Seine Motivation: „Ich will die Menschen dazu animieren, aktiv zu werden“. Er genieße es vor allem mit Kindern zusammen zu arbeiten.

Von Yannik Hazekamp

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