Rückendeckung für HSV-II-Trainer Ferhat Cerci

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Sah Rot und muss jetzt eine Geldstrafe zahlen: Haris Kahric.

HAMM -  Es sind die Mechanismen, die im Fußball immer greifen. Wenn eine Mannschaft hinter den sportlichen Erwartungen zurückbleibt und eine Niederlage nach der anderen kassiert, dann wird normalerweise der Coach entlassen.

Nicht so bei der Reserve der Hammer SpVg, die nach drei zu-null-Pleiten in den vergangenen drei Partien (0:4 gegen Herbern, 0:2 beim SV Mesum und 0:5 gegen die SpVg Emsdetten) auf dem letzten Platz der Landesliga steht.

Goran Barjaktarevic, als Sportlicher Leiter auch für die zweite Mannschaft verantwortlich, nimmt nicht das Trainerteam Ferhat Cerci/Sebastian Brzezon in die Pflicht, sondern in Absprache mit Sportchef Achim Hickmann die Spieler. „Wir stehen voll hinter den beiden Coaches. Die machen, was machbar ist, und sind mit ganzem Herzen dabei. Wenn es so weiter geht, dann werden wir vielmehr im Winter die komplette Mannschaft austauschen“, stellt Barjaktarevic klar. „Dies hat Achim den Spielern bereits gesagt. Wer meint, dass er etwas Besonderes und es unter seinem Niveau sei, bei uns in der U23 aufzulaufen, der kann gehen.“

Der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht und den Ärger jetzt so groß macht, war die schwache Leistung der Mannschaft im Heimspiel gegen Herbern. Zumal es neben der desolaten Vorstellung auch noch zwei Platzverweise gegen Phil Neuhaus (Gelb-Rot) und Haris Kahric (Rot) gab. Kahric, der einer von fünf Akteuren war, die Barjaktarevic aus seinem Kader an die Reserve abgestellt hatte, muss nun mit einer Geldstrafe rechnen. „So etwas darf einfach nicht passieren“, wetterte der Sportliche Leiter, der selbst nicht vor Ort war, sondern nach eigener Aussage in Stadtlohn den nächsten Gegner seiner Oberliga-Mannschaft beobachtete. Dennoch hat er aus der Ferne seine Schlüsse gezogen. „Wenn man zwei Platzverwiese kassiert und so hoch verliert, dann bleibt so etwas bei jeder rationellen Analyse an den Spielern hängen“, erklärt Barjaktarevic. „Und wenn fünf Akteure aus der Oberliga runterkommen, dann muss man in einer Landesliga-Partie normalerweise auch den Unterschied merken. Das kann man erwarten. Natürlich ist Herbern ein guter Gegner, aber bei uns ist nichts rausgekommen. Da müssen sich die Spieler hinterfragen.“

Daher richtete er am Montagabend beim Training deutliche Worte an die Akteure, denn der Hammer SpVg ist es sehr daran gelegen, dass die Reserve in der Landesliga antritt. „Wir haben nicht den Anspruch, dass das Team aufsteigt. Aber wir wünschen uns schon einen Platz, wo man sich keinen Kopf machen muss, ob die Klasse gehalten werden kann oder nicht. Denn die Landesliga ist eigentlich optimal, um den Jungs aus der Oberliga Spielpraxis zu geben und um Leute von unten für mein Team aufzubauen“, meint Barjaktarevic – fügt dann jedoch gleichzeitig hinzu: „Aber wenn man sich jedes Mal so abschlachten lässt, bietet sich eher niemand für höhere Aufgaben an.“ - –pad–

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