Heute beim TSV Altenholz

Kein Vertrag für Auerbach, kein Aufstiegsgedanke

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ASV-Coach Kay Rothenpieler

HAMM - Am Dienstag beginnt für den ASV Hamm-Westfalen wieder die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga. Das Gastspiel um 19.30 Uhr beim Tabellenvorletzten TSV Altenholz ist der Abschluss der Hinserie, bevor Samstag mit dem Auftritt bei der drittplatzierten SG BBM Bietigheim die Rückrunde beginnt.

Zu seinen Zielen und Erwartungen für die zweite Saisonhälfte äußerste sich Trainer-Manager Kay Rothenpieler in einem Gespräch mit Redakteur Frank Heidenreich.

Herr Rothenpieler, in dieser Saison kämpft der ASV immer wieder massiv mit Ausfällen durch Verletzungen und Krankheiten. Haben Sie das in der extremen Form schon einmal erlebt?

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Rothenpieler:  Nein, so extrem noch nicht. Wir konnten ja kaum einmal richtig komplett über einen längeren Zeitraum trainieren. Und durch die Ausfälle wurde die Belastung für die anderen zwangsläufig höher, was sich dann auch irgendwann rächte. Aber umso größer ist das Kompliment, das man der Mannschaft machen muss für die Leistungen in der Hinserie. Sie hat sich da immer wieder gut rausgezogen, ist eng zusammengerückt. Sie hat Hervorragendes geleistet.

Zuletzt traf das Team die Nachricht, dass Sebastian Schneider an Hodenkrebs erkrankt ist. Wie hat die Mannschaft diese Mitteilung aufgenommen?

Rothenpieler: Wir waren alle geschockt. Das ist eine Nachricht, die an die Nieren geht. Aber dass Sebastian sehr offensiv damit umgeht, macht es etwas einfacher. Er hat jeglichen Zuspruch von uns, wir versuchen, auch für ihn das Beste zu geben. Aber das Wichtigste bleibt, dass er wieder völlig gesund wird.

Alexander Auerbach machen abermals Probleme mit der operierten Schulter zu schaffen. Wann kehrt er ins Team zurück?

Rothenpieler: Es ist nicht richtig besser geworden. Und ich rechne auch nicht damit, dass er in den nächsten Wochen dabei sein wird. Vielleicht auch gar nicht mehr. Fakt ist: Sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Und wir werden ihn auch nicht verlängern. Das Risiko ist einfach zu groß. Wir sind gerade an einem Punkt, wo wir mit ihm gemeinsam seine Zukunft besprechen, weil es auch um die Frage geht, wie viel Sinn es für ihn noch macht, weiter Leistungssport zu betreiben.

Haben Sie die Pause genutzt, um weitere Vertragsgespräche zu führen?

Rothenpieler: Eigentlich nicht. Natürlich führt man lose Gespräche. Aber erst einmal müssen wir wissen, wie der Etat für die nächste Saison genau aussieht. Dann gehen wir in die nächste Phase. Aber wir haben da keinen Stress.

Im Aufgebot stehen mit Markus Fuchs (GWD Minden) und David Wiencek (TBV Lemgo) zwei Akteure, die mit einem Zweitspielrecht ausgestattet sind. Können Sie für die Rückserie fest mit beiden planen?

Rothenpieler: Tendenziell gehen wir davon aus. Sollten sich die Spiele mal überschneiden, dann wird man von Fall zu Fall schauen müssen. Das letzte Wort hat nun mal der Heimatverein. Aber wenn, dann würde es ja wahrscheinlich ohnehin eher um die Partien der Drittliga-Mannschaften gehen. Deshalb hoffe ich stark, dass die Priorität bei uns bleibt.

Platz drei ist in Reichweite. Beschäftigt das eigentlich den Verein und die Mannschaft?

Rothenpieler: Nein, das ist ausgeblendet. Natürlich freut uns das, dass wir Tuchfühlung nach oben haben. Das wollten wir, und das macht uns stolz. Wir wollen auch in der Rückrunde so lange wie möglich dran bleiben. Aber wir reden nicht über den Aufstieg, das wäre vermessen. Das werden wir nicht tun. Wir bleiben dabei: Wir setzen uns keine großen, sondern immer wieder kleine Etappenziele. Damit sind wir ganz gut gefahren. Wichtig ist, dass wir weiter an der Entwicklung arbeiten. Man merkt, dass sich etwas geändert hat. Wir haben wieder eine kleine Euphorie geweckt. Das hat natürlich mit der Leistung und Platzierung zu tun. Aber auch damit, dass die Mannschaft immer Charakter und Moral zeigt. Wir haben trotz aller personellen Schwierigkeiten immer noch genug Qualität.

Das komplette Interview mit vielen weiteren spannenden Antworten von Kay Rothenpieler lesen Sie am Dienstag in der Print-Ausgabe unserer Zeitung.

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