Kein Wasserball-Wunder an der Wedau

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Björn Blank würde die Mannschaft der SGW Rote Erde/Brambauer auch in der Oberliga betreuen.

DUISBURG -    Der Traum vom Wunder an der Wedau war schon nach wenigen Spielminuten geplatzt. Die Mannschaft der SGW Rote Erde Hamm/Brambauer verlor am Mittwochabend das letzte Zweitligaspiel beim ASC Duisburg II deutlich mit 5:15 (1:6, 2:4, 1:3, 1:2) und muss nun den Weg in die Oberliga gehen.

Besonders bitter ist für die Spielgemeinschaft, dass auch die zweite Mannschaft automatisch eine Klasse tiefer in die Verbandsliga abrutscht, weil nur ein Team in einer Liga spielen darf.

Die Hoffnungen, dass der bereits feststehende Meister die Partie etwas lockerer angehen würde, erfüllte sich nicht. „Der ASC ist in bester Besetzung angetreten, war noch voll im Saft und hat uns nicht den Hauch einer Chance gelassen“, gestand SGW-Trainer Björn Blank nach der Partie ein. Und die war bereits nach nur wenigen Minuten gelaufen. Es stand bereits 4:0 für die Gastgeber, als Stefan Kersting der erste Treffer für die Spielgemeinschaft gelang. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat auch danach noch alles versucht, doch Duisburg war in allen Belangen überlegen und hat immer wieder Tore über die schnellen Gegenstöße erzielt.“ Nach Abschluss der Saison zog der SGW-Trainer natürlich ein enttäuschendes Fazit. „Der Abstieg wäre zu vermeiden gewesen. Trotz der vielen Ausfälle und personellen Engpässe hatten wir eigentlich das Potenzial, die zweite Liga zu erhalten“, betonte der Coach.

Wie die Zukunft der Spielgemeinschaft nach dem direkten Absturz von der Bundesliga in die Oberliga aussehen wird, konnte Blank gestern noch nicht sagen. „Es wird im Sommer sicher zahlreiche Gespräche geben“, meinte Blank, der nach eigener Aussage weiter als Trainer arbeiten würde. „Wenn der Vorstand mit mir planen will, würde ich das gerne machen“, betonte Blank. „Darüber werden wir sicherlich auch reden.“

Mit welcher Mannschaft die SGW in die kommende Saison in die Oberliga gehen wird, ist ebenfalls fraglich. „Es gibt einige Akteure, die beruflich sehr eingespannt sind und deshalb kürzer treten wollen. Da weiß man nicht, wie sie in Zukunft Sport und Beruf vereinbaren können.“ Der gleichzeitige Abstieg der zweiten Mannschaft sei – so Blank – eventuell sogar ein Vorteil: „Dann können wir in der Verbandsliga noch mehr Jugendliche einsetzen und fördern, was bisher in der Oberliga nicht möglich war.“ - P. Sch.

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