Basketball

Rosic ist bereit für das „Premium Produkt des WBV“

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Ivan Rosic, Trainer der TuS 59 HammStars, hofft auf eine positive Entscheidung seitens des Vereins.

Die Anstrengungen bei den Verantwortlichen der TuS 59 HammStars laufen momentan auf Hochtouren. Immerhin gilt es zu klären, in welcher Basketball-Regionalliga die heimischen Korbjäger in der kommenden Saison antreten werden.

Hamm - Die Anstrengungen bei den Verantwortlichen der TuS 59 HammStars laufen momentan auf Hochtouren. Immerhin gilt es zu klären, in welcher Basketball-Regionalliga die heimischen Korbjäger in der kommenden Saison antreten werden.

Vor etwas mehr als fünf Wochen stand bereits fest, dass die erste Herren-Mannschaft nach dem Abbruch der laufenden SpielzeitMeister der 2. Regionalliga geworden ist. Einhergehend mit dem Titel hatte der Verein automatisch das Recht erworben, in der neuen Saison in der 1. Regionalliga als Aufsteiger zu spielen. Allerdings hat sich die Basketballabteilung des TuS 59 bis zum heutigen Tag noch nicht mit dem Hauptvorstand des Gesamtvereins darauf verständigt, das erworbene Aufstiegsrecht tatsächlich auch wahrzunehmen.

Für den TuS hat das Zaudern zunächst keine negativen Auswirkungen, denn sollte sich der Verein bis zum 31. Mai gegenüber dem Verband nicht äußern, wird automatisch die Zustimmung zum Aufstieg in die 1. Regionalliga vermutet. Nur bei einem aktiven Verzicht auf den Aufstieg seitens des Vereins würden die HammStars auch in der neuen Runde in der 2. Regionalliga antreten. Problematischer würde ein Verzicht erst nach dem 31. Mai sein. Denn dann würde der Widerruf des Klubs als Rückzug gewertet. „Und dies würde bedeuten, dass wir als erster Absteiger aus der 1. Regionalliga festgesetzt würden“, erklärt Trainer Ivan Rosic. Ein solches Verhalten hätte allerdings gravierende Auswirkungen auf den Spielbetrieb, denn dann dürfte die erste Herrenmannschaft nicht mehr am Spielbetrieb in der neuen Saison teilnehmen.

Lehnen die HammStars den Aufstieg ab?

Entscheidend für die Frage, ob die HammStars einen Aufstieg ablehnen würden, ist das Vorliegen eines schlüssigen Konzepts seitens der Basketball-Abteilung gegenüber dem Hauptvorstand des TuS. Ein Gespräch zwischen Abteilungs- und Hauptvorstand des TuS soll in naher Zukunft stattfinden, versichert der Sportliche Leiter der HammStars, Markus Schwennecker. „Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen und den Vorstand davon zu überzeugen, uns das Vertrauen zu schenken, dass wir in der kommenden Saison 1. Regionalliga spielen können“, so Schwennecker.

Aus seiner Sicht sind die Strukturen im Hammer Basketball bereits erstregionalligareif. „Uns haben schon im vergangenen Jahr viele Vereine bestätigt, dass wir strukturell gut aufgestellt sind“, so Schwennecker. „Catering, Marketing, das ganze Personal im Hintergrund haben wir. Jetzt müssen noch weitere Scoutingplätze sowie Möglichkeiten für eine Videoaufnahme der Spiele geschaffen werden“, erklärt der Sportliche Leiter die weiteren Hürden, die es zu überwinden gilt. Anders als in der 2. Regionalliga haben die Vereine eine Liga höher auf einem ligaeigenen Portal die Möglichkeit, die Spiele der Konkurrenz zu beobachten und zu analysieren.

Die Suche nach Geldgebern

Ein anderes Feld, das die Verantwortlichen seit Wochen beackern, ist das der Sponsoren. „Es ist natürlich während der Corona-Krise nicht leichter geworden, Geldgeber zu finden“, sagt Schwennecker. „Kosten für die Organisation, die Schiedsrichter oder für das technische Equipment müssen immerhin gestemmt werden.“

Solange nicht klar ist, in welcher Liga die Basketballer künftig antreten werden, gestalten sich natürlich auch die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen und dem aktuellen Spielerkader als äußerst schwierig. „Wir führen momentan quasi Sondierungsgespräche für beide Ligen. Das macht das Ganze nicht gerade einfacher“, sagt Schwennecker. „Doch den anderen Vereinen geht es ja auch nicht anders“, sieht der Sportliche Leiter keinen Nachteil im Kampf um Verstärkungen.

Trainer Ivan Rosic ist auf jeden Fall optimistisch, was die sportliche Seite des Unternehmens Aufstieg angeht. „Ich sehe keine Hinderungsgründe aus sportlicher Sicht für die 1. Regionalliga“, verspricht der 47-Jährige und kündigt zugleich an, dass er eine solide Mannschaft aufstellen könne, wenn sich der Verein zum Aufstieg durchringen würde. „Die erste Regionalliga ist das Premium Produkt des WBV. Entsprechend attraktiv wäre es für junge, talentierte Spieler, bei uns erste Erfahrungen im Seniorenbereich zu sammeln. Wir haben uns mittlerweile einen Namen im Basketball erarbeitet. So kooperieren wir beispielsweise mit dem UBC Münster und haben die Möglichkeit, jungen Spielern in der 1. Regionalliga bei uns ein Sprungbrett für höhere Aufgaben zu bieten“, macht Rosic Werbung für die HammStars. „Ich stehe auf jeden Fall gemeinsam mit meinem Trainerstab in den Startlöchern und warte nur darauf, dass es losgeht“, strotzt Rosic vor Tatendurst.

Die Ligeneinteilung steht bereits

Unterdessen hat der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) die vorläufige Verteilung der Anwartschaften für den Meisterschaftsbetrieb 2020/2021 bekannt gegeben. Was sich sehr sperrig anhört, heißt nichts anderes, als dass die Ligeneinteilungen für die kommende Saison durch den Verband vorbehaltlich etwaiger Verzichte und Rückzüge bekannt gegeben wurden.

Die TuS 59 HammStars sind in einer 14er-Liga einsortiert, treffen dabei aber überraschend nicht auf die Baskets Salzkotten. Diese lieferten den Hammer Korbjägern einen spannenden Zweikampf um den ersten Platz in der vergangenen Spielzeit und erhielten nach dem Abbruch vom Verband eine Wildcard für die 1. Regionalliga, die sie allerdings nicht in Anspruch nahmen.

Auch die weiteren Mannschaften der HammStars wurden den Ligen zugeteilt. Die Reserve wird als Landesligist antreten, die dritte Mannschaft und das Damenteam als Bezirksligisten.

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