Rollhockey: Germania unterliegt Porto mit 2:6

[UPDATE 12 Uhr] HAMM - Mit 2:6 hat SK Germania Herringen sein Heimspiel in der Rollhockey-European-League gegen den Tabellenführer FC Porto verloren. Zur Halbzeit hatte es 2:3 gestanden. Damit bleiben die Herringer weiter sieglos Letzter in Gruppe D.

Dass Porto kaum zu schlagen sein würde, wussten Herringer Spieler wie Funktionäre schon nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel (3:10). Dass die Halle mit über 500 Zuschauern trotzdem rappelvoll sein würde, wussten sie kurz nach Anlauf des Kartenverkaufs. Denn der zweite Heimspielgegner in der European-Saison nach dem CGC Viareggio war ein sehr attraktiver: Die Portugiesen hatten zuvor alle ihre Spiele gewonnen und führen die Tabelle vor dem FC Barcelona an.

Dass das Spiel dann zumindest in den ersten 25 Minuten tatsächlich eins auf Augenhöhe war, damit rechnete wohl niemand. Den Herringern gelang nämlich ein 2:3-Zwischenergebnis und Trainer Detlef Schulz meinte nicht zu Unrecht, „dass wir durchaus hätten in Führung gehen können.“ Den besseren Anfang erwischten aber die Profis vom Rio Douro. Nach fünf Minuten abtasten, führte ein Konter zum 0:1 durch Victor Pinto. Drei Minuten später gelang Kevin Karschau der 1:1-Ausgleich. Im direkten Gegenzug traf erneut Pinto zum 1:2 für den FC. In der 15. Minute sah Herringens Kapitän Lucas Karschau die erste blaue Karte. Pinto scheiterte mit dem Penalty am gestern überragenden SKG-Keeper Maurice Michler.

Aus dem Spiel heraus nutzen die Gäste anschließend die Überzahlsituation zum 1:3 (16.) – Torschütze war diesmal Pedro Moreiro. Gegen drei Herringer zeigten die Portugiesen perfektes Kombinationsspiel, das der Gastgeber in voller Besetzung bisher meist unterbunden hatte. Das 1:3 stachelte die SKG-Fünf offensichtlich an. Sie verteidigten aggressiver und störten den Spielaufbau des FC frühzeitiger. Die Folge waren eine erstaunliche Vielzahl von besten Konterchancen.

Zunächst zielte Kevin Karschau über das gegnerische Tor, dann traf Liam Hages nur die Latte und Lucas Karschau den Korkball in aussichtsreicher Position gar nicht: Das war die Phase zwischen der 16. und der 23. Minute, in der Trainer Schulz sein Team vorn sah. Ein Zwischenspurt, der aber auch eine Menge Kraft gekostet hatte.

Der FC Porto erhöhte das Tempo, ließ den Ball jetzt wieder wie an der Schnur gezogen laufen. Trotzdem war es ein Herringer, der in der 25. Minute jubelte – Robin Schulz brachte den amtierenden Deutschen Meister mit dem 2:3-Pausenstand wieder in unmittelbare Nähe des portugieschen Titelträgers.

„Es sieht gut aus“, freute sich SKG-Vorsitzender Michael Brandt. „Die Jungs haben eine starke Halbzeit gespielt, das wird Porto gar nicht gefallen haben.“

Er stand aber auch beim Hinspiel an der Bande, als die Herringer auch gut begonnen hatten. „Durch die Manndeckung, auf die der FC ja zurückgegriffen hat, mussten unsere Spieler immer wieder lange Wege gehen“, sah Brandt den konditionellen Einbruch kommen. Zudem führten die Gastgeber in der Beziehung Teamfouls mit 5:4.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Profis das Geschehen. Und sie zeigten ihre Klasse. Helder Nunez legte den Ball, das Tor der Herringer von hinten umkurvend, dann frech zum 2:4 unter die Latte (30.). Beim 2:5 nutzte Ricardo Barreiros extrem viel Platz, um platziert einzunetzen (37.).

Das 2:6 und somit den Endstand besorgte erneut „Kunstschütze“ Nunez von der gelben Linie (42.). Lucas Karschau vergab in der 44. Minute einen Penalty nach blauer Karte gegen Thiago Santos, Michler parierte in der Schlussminute einen nach dem zehnten Herringer Teamfoul Santos. - ml

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Rollhockey European League SKG Herringen - FC Porto

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