DM-Titelverteidiung winkt

SK Germania Herringen im Playoff-Finale gegen Iserlohn

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Kevin Karschau begann die Aufholjagd der Herringer mit dem Treffer zum 1:3.

[UPDATE 12.00 UHR] HAMM - Der SK Germania Herringen steht erneut im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft im Rollhockey. Gegner ist die ERG Iserlohn. Am Samstagabend verbuchten die Hammer einen 6:4-Erfolg gegen TuS Düsseldorf-Nord und machten in dieser Partie einen mehr als schlechten Start wett.

Von Karsten Steenbrede

Der SK Germania Herringen hat erneut den Einzug ins Finale um die Deutsche Rollhockeymeisterschaft geschafft. In einem nervenaufreibenden zweiten Halbfinalspiel setzte sich der SKG nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand noch mit 6:4 (2:4) gegen den TuS Düsseldorf-Nord durch.

„Das war ein riesiger Kraftakt“, war Germania-Trainer Hans-Werner Meier erleichtert. „Es war zu erwarten, dass es eng wird und wir es nicht so leicht haben werden wie in Düsseldorf.“

Im Endspiel müssen die Herringer am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zunächst bei der ERG Iserlohn antreten, die im zweiten Semifinale sicher mit 6:3 gegen den SC Bison Calenberg gewann. „Wir liegen mit Iserlohn auf Augenhöhe. Alles ist offen und die Tagesform entscheidet“, schätzt Meier die Chancen 50:50 ein.

Vor knapp 500 Zuschauern in der Glückauf-Sporthalle verzichtete der Sportklub zu Beginn auf den angeschlagenen Liam Hages, für den Stefan Gürtler in die Startformation rückte.

Nach ersten guten Chancen für die Hausherren durch Robin Schulz (3.), Stefan Gürtler (4.) und Kevin Karschau (11.) gelang den Unterrathern mit ihrer ersten zwingenden Gelegenheit die Führung. Nach einem Ballverlust von Kevin Karschau passte Andreas Paczia diagonal in den Lauf von Tarek Abdalla, der den Ball gegen SKG-Keeper Maurice Michler über die Linie brachte (12.).

In einer intensiv und temporeich geführten Begegnung leistete sich der amtierende Meister zu viele unnötige Abspielfehler und rannte sich häufig an der kompakten Düsseldorfer Abwehr fest. Beim TuS war Kapitän Andreas Paczia der Taktgeber im Spiel, der seine Teamkameraden mit guten Pässen immer wieder in Szene setzte.

Für das 0:2 war dann sein Bruder Tobias zuständig, der ungehindert durch die Herringer Abwehr spazierte und die Kugel zum 0:2 im langen Eck unterbrachte (15.). Auch eine Auszeit brachte im Anschluss nicht mehr Konzentration in die Herringer Aktionen. Stattdessen erhöhten die Gäste auf 0:3, als sich Tarek Abdalla auch von zwei Gegenspielern nicht stoppen ließ (16.).

Bilder vom Spiel sehen Sie hier:

Play-Off-Halbfinale Rollhockey: SKG - Düsseldorf Nord 6:4

Nun zeigte die Germania eine Reaktion durch Kevin Karschau, der den Ball mit letztem Einsatz ins Tor beförderte (17.), aber Tobias Paczia stellte den alten Abstand durch einen souverän verwandelten Penalty wieder her (20.).

Kurz vor der Pause verbesserte Stefan Gürtler die Herringer Ausgangslage mit einem platzierten Schuss in den Winkel (23.) zum 2:3.

Liam Hages biss in Halbzeit zwei auf die Zähne und hatte gleich die erste Chance (26.). Er war es auch, der mit einem schönen Zuspiel auf Kevin Karschau für den Anschluss zum 3:4 sorgte (29.). Die Germanen agierten nun zielgerichteter und drängten den TuS in die eigene Hälfte zurück.

Nachdem Stefan Gürtler zunächst am Lattenkreuz scheiterte (41.), gelang ihm wenig später nach Vorlage von Lucas Karschau der Ausgleich (42.). Die Herringer Fans waren nun aus dem Häuschen - und die Freude wurde noch größer, als Lucas Karschau nach einem verschossenen Penalty von Robin Schulz im zweiten Anlauf das 5:4 markierte (47.).

Nach dem zehnten Teamfoul des SKG parierte Maurice Michler den Direkten von Tobias Paczia (48.), ehe Düsseldorf mit der Herausnahme des Torwarts alles riskierte und Kevin Karschau 23 Sekunden vor dem Ende per Empty-Net-Goal das 6:4 erzielte.

„Wir haben zu Beginn zwei dumme Tore kassiert und uns zu viel in Einzelaktionen verzettelt“, so Hans-Werner Meier. „Mit Liam kam dann mehr Bewegung ins Spiel. Er ist ein Strafraumspieler, auf den wir nicht verzichten können.“

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