Krasser Außenseiter Germania motiviert nach Porto

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HAMM - Detlef Schulz sah schon einmal gesünder aus. Den Trainer des deutschen Rollhockey-Meisters SK Germania Herringen hat eine fiese Erkältung gepackt – mit aller Wucht. Die Reise nach Portugal, auf die sich die Mannschaft am Freitagmorgen machen wird, will der Coach aber auf keinen Fall verpassen.

Schließlich steht am Samstag (15 Uhr) beim dortigen europäischen Spitzenteam FC Porto der dritte Teil des Abenteuers European League für die Herringer an.

„Mich hat es voll erwischt“, sagt Schulz mit nasaler Stimme und hält sich vorsichtshalber auf großem Sicherheitsabstand zu den Spielern, um kein Ansteckungsrisiko einzugehen. Denn zumindest kann er derzeit hoffnungsvoll vermelden: „Die Mannschaft ist topfit. Gesundheitliche Probleme hat derzeit bei uns außer dem Trainer keiner.“

So wird der komplette Kader, der auch schon beim 4:14 in Barcelona antrat, am Freitag dabei sein, wenn die Herringer zu ihrer zweiten „Mission impossible“ in Südeuropa aufbrechen werden. Auch Stefan Gürtler wird dabei sein, der in Barcelona noch verletzungsbedingt passen musste, danach aber in der Bundesliga bereits wieder zum Kader gehörte.

Dass die Herringer auch beim letztjährigen Finalisten des Wettbewerbs in der Königsklasse nur krasser Außenseiter sind, ist allen Beteiligten bewusst. „In den ersten beiden Spielen haben wir mit Viareggio und Barcelona gegen zwei richtige Topklubs gespielt“, weiß SKG-Akteur Justin Klein, was seine Mannschaft erwartet. „Aber an Porto werden die wohl beide nicht drankommen.“ Was auch der deutliche 6:2-Erfolg der Portugiesen vom vergangenen Spieltag in der Königsklasse gegen Barcelona unterstreicht.

Dass die Herringer in eigener Halle an einem guten Tag auch gegen europäische Top-Klubs mithalten können, haben sie bereits beim unglücklichen 3:4 in der Glückauf-Halle gegen Viareggio bewiesen. „Zuhause ist es eben anders“, sagt Brandt. „Da müssen die anderen mehr ackern, dadurch, dass der Ball bei uns langsamer läuft. Da kommt er eben nicht immer zielgenau auf die Schlägerspitze, wie sie es gewohnt sind. Und die Gäste brauchen mehr Kraft, was die Profis auch nicht so gerne haben.“

Nur hat am Samstag Porto das Heimrecht. Herringen muss sich an den schnelleren Boden gewöhnen – und an die wesentlich größere Spielfläche. „Die Bahn ist schon 170 Quadratmeter größer als bei uns“, hat Schulz ausgerechnet. „Das ist schon eine Menge. Da musst die Räume erst einmal eng bekommen.“ Doch egal, wie die Partie laufen wird, den Glanz wird auch der FC Porto den Herringern nicht aus den Augen spielen können. Denn die Vorfreude auf dieses Spiel ist enorm groß – egal, wie es ausgehen wird. „Wir werden einfach unseren Streifen herunterspielen und versuchen, die ein bisschen zu ärgern“, sagt Brandt. „Dann werden wir sehen, was am Ende herauskommt.“ - güna

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