SK Germania bangt vor Cers-Cup-Rückspiel um den Kapitän

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Lucas Karschau (links), Kapitän des SK Germania Herringen, laboriert vor dem Rückspiel gegen Hockey Valdgano im Cers-Cup an einer Handverletzung. Sein Einsatz ist mehr als fraglich.

Hamm - Die 2:4-Niederlage aus dem Hinspiel ist für Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen vor dem Rückspiel gegen Hockey Valdagno in der ersten Runde des Cers-Cup kein unaufholbarer Rückstand. Doch die Herringer bangen für Samstag (20 Uhr, Glückauf-Halle) um den Einsatz ihres Kapitäns Lucas Karschau.

Der Nationalspieler hatte in der Bundesliga-Partie in Iserlohn am vergangenen Wochenende eine Handverletzung erlitten, die in dieser Woche noch kein Training zuließ. Ob es für ihn bis Samstag reicht? „Die Chancen sind gering“, sagte Karschau selbst am Donnerstag, wollte allerdings noch einen Arzttermin abwarten. 

Bisher jedoch, ergänzte SKG-Coach Christian Zarod, habe der Kapitän wegen des Blutergusses im Daumen noch nicht einmal einen Schläger halten können. „Er hat immer noch richtig Probleme“, hat Zarod beobachtet. 

Aus der Bedeutung Karschaus für das Germanen-Spiel macht der Trainer keinen Hehl. „Das wäre der schwerste Ausfall, den wir überhaupt haben können“, betont Zarod. Die Entscheidung über einen Einsatz des Anführers wird wohl erst ganz kurzfristig am Spieltag fallen. Sollte er tatsächlich auf Karschau verzichten müssen, benötigt Zarod einen Plan B, um die Aufgaben des Nationalspielers umzuverteilen – zumal auch Michael Baukloh angeschlagen ist. 

Personelle Sorgen bei den Herringern

„Personell sieht es nicht so gut aus. Da müssen wir schauen, wie wir das hinkriegen“, sagt der Coach. Er erwägt, Stefan Gürtler und Liam Hages mit mehr defensiven Aufgaben zu betrauen, für den Fall, dass Lucas Karschau tatsächlich nicht mitwirken kann. 

Wesentlich besser als die personellen sind die mentalen Voraussetzungen der Herringer. Mit dem 3:1-Erfolg in Iserlohn ist der SKG an die Tabellenspitze der Bundesliga vorgestoßen. „Die Jungs sind heiß und motiviert, da brauchen wir gar nichts zu machen“, bekräftigt Zarod, der das Team in den vergangenen Wochen eher bremsen und die Konzentration weg von Valdagno zurück auf den jeweiligen Gegner in der Bundesliga lenken musste. 

Jetzt aber kann er seine Schützlinge von der Leine lassen, und auch das Resultat aus Italien macht Zarod ein wenig Hoffnung. „Das Ergebnis lässt uns noch alle Chancen“, ist er überzeugt, und der SKG-Vorsitzende Michael Brandt ergänzt: „Zwei Tore sind im Rollhockey nichts, das 2:4 ist auch ein gefährliches Ergebnis. Ich sehe es so, dass eine gute Chance besteht. Aber sie besteht nur, wenn wir unsere Leistung genau wie in Italien abrufen.“ 

Letzter Schliff für die Halle am Freitag ab 19 Uhr

Einig sind sich die beiden Verantwortlichen darin, dass es am Samstag auch auf eine gute Torhüterleistung von Timo Tegethoff ankommen wird. In Valdagno passte sie. Und dann wäre da noch die Glückauf-Halle, die sich – geht es nach den Germanen – als Plus erweisen soll. Zum einen aufgrund der Kulisse, zum anderen durch den Hallenuntergrund. Das schnelle Parkett in Valdagno kam den Italienern entgegen. In Herringen hingegen, so erläutert Brandt, liegt „ein PCV-Boden, der sehr viel Kraft kostet“. 

Den letzten organisatorischen Schliff erhält die Halle am Freitag nach dem für 19 Uhr angesetzten Abschlusstraining der Gäste. Bis zum Anstoß am Samstag sollen auch die neu aufzubauenden Zeitmessanlagen und Anzeigen für die 45-Sekunden-Regel im Offensivspiel sowie Teamfouls einem Probelauf unterzogen werden. Nach der Partie ist am späten Abend im Restaurant Plaka ein gemeinsames Abendessen mit der gegnerischen Delegation und den Schiedsrichtern geplant.

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