Rollhockey: Finale in der Herringer Glückauf-Halle

+
Kevin Karschau

HAMM - Nur nicht verkrampfen: Der SK Germania Herringen steht vor dem im Kampf um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft entscheidenden Final-Wochenende mächtig unter Druck.

Mit der unnötigen 5:6-Niederlage im ersten Endspiel bei der ERG Iserlohn hat sich das Team von Trainer Hans-Werner Meier selbst in Zugzwang gebracht – das verlorene Pokalfinale gegen Cronenberg hat zudem für einen Wirkungstreffer gesorgt, den es nun aus den Köpfen zu bekommen gilt. „Die Mannschaft ist jetzt gefragt, wenn sie den dritten Meistertitel in Folge feiern will“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Aber noch ist nichts verloren – wir haben alle Chancen. Und ich sehe uns nicht unbedingt als Außenseiter.“

Fest steht aber auch: Es braucht für die Herringer am Samstag (18 Uhr) und am Sonntag im dann entscheidenden dritten Endspiel (15.30 Uhr/beide Glückauf-Halle) zwei Siege, um am Ende einer langen Saison noch einen Titel feiern zu können. „Im ersten Spiel im Finale in Iserlohn konnten wir mit einer Niederlage rechnen, denn der Heimvorteil für die ERG wiegt schon schwer“, ist Brandt trotz der unglücklichen 5:6-Niederlage, die die Herringer nach 4:2-Führung einer fünfminütigen Schwächephase zu verdanken hatten, dennoch optimistisch. „Nur das müssen unsere Spieler nun genauso abhaken wie die Pokal-Niederlage, die wir trotz unserer guten Ausgangsposition nach dem Auswärtssieg in Cronenberg hinnehmen mussten.“

Sollte es noch zwei Begegnungen gegen die ERG geben, dürften diese unter verschiedenen taktischen Vorzeichen stehen. Denn während die Herringer voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufen können, muss Iserlohn am Samstag auf seinen Spielmacher Andre Costa verzichten, der sich im Hinspiel seine zweite und dritte Blaue Karte während der Play-offs einhandelte und damit automatisch für eine Partie gesperrt ist. „Das ist ein ganz wichtiger Spieler, der sehr gut die Bälle verteilt und selbst den fünften Treffer im Hinspiel erzielt hat“, weiß Brandt um die Gefährlichkeit des Spaniers, warnt seine Akteure aber davor, sich durch diesen vermeintlichen Vorteil blenden zu lassen: „Auch der fünfte, sechste Spieler bei denen ist noch stark genug. Und ich denke, dass sie uns keine Räume geben werden, tief stehen und hoffen, dass bei uns im Aufbau Fehler passieren. Die werden versuchen, uns auszukontern – da dürfen wir uns nicht den kleinsten Fehler erlauben.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare