Rollhockey-Euroleague in Forte dei Marmi

0:6 in Italien: Herringer müssen Übermacht des Gegners anerkennen

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Christoph Rindfleisch versuchte für die Herringer ein Tor zu erzielen.

Forte dei Marmi - Am Ende war es so wie immer. Sie hatten gekämpft, alles versucht - und mussten doch einmal mehr in der Euroleague die Übermacht des Gegners anerkennen, so dass die Spieler des SK Germania Herringen nach der 0:6 (0:2)-Niederlage beim HC Forte dei Marmi an der italienischen Mittelmeerküste auch nach dem 16. Spiel in der Königsklasse des Rollhockeysports weiter auf den ersten Sieg warten.

„Wir müssen da realistisch bleiben. Die anderen Teams arbeiten nun mal unter Profibedingungen“, sagte SKG-Kapitän Lucas Karschau nach dem einmal mehr forschen, aber erneut nicht von Erfolg gekrönten Auftritt. „Dennoch ist es unser Ziel, irgendwann mal in der Euroleague ein Spiel zu gewinnen. Daher geht es nur nach dem Motto: weiter, immer weiter.“

In Forte dei Marmi war der deutsche Doublesieger den Profis aus Italien sogar phasenweise auf Augenhöhe gegenüber getreten, hatte durch einen Pfostenschuss von Robin Schulz (1.) sogar die erste Chance der Partie und durch Karschau (12.), einen Penalty von Stefan Gürtler (13.) und eine Direktabnahme von Liam Hages (19.) drei weitere hochkarätige Möglichkeiten auf dem Schläger.

Doch während die Herringer die Kugel nicht im gegnerischen Tor unterbrachten, zeigten sich die Gastgeber ungemein abgebrüht, gingen in Unterzahl durch Giacomo Maremmani mit 1:0 in Front (14.), ehe Frederico Ambrosio per Penalty auf 2:0 erhöhte (19.). „Wir haben meiner Meinung nach unser beste Spiel in der Euroleague gemacht, haben uns auch in der ersten Halbzeit richtig gut verkauft. Aber leider kassieren wir zwei Tore und liegen 0:2 zurück“, ärgerte sich Hages, dessen Frust genauso wie der seiner Teamkollegen nach dem Wechsel noch größer wurde.

Liam Hages kämpfte für einen Sieg.

Denn die nicht immer souverän, aber ungemein effektiv agierenden Italiener legten durch einen Fernschuss von Elia Cinquini (38.), einen Diagonaltreffer von Franco Platero (41.) sowie zwei Penaltys, die Ambrosio (43.) und Lozano Casas (44.) verwandelten, noch vier Treffer zum 6:0-Sieg nach. „Wir haben super gekämpft, die Jungs haben alle taktischen Vorgaben umgesetzt, aber leider belohnen sie sich nicht, obwohl wir die Chancen dazu hatten“, meinte Trainer Christian Zarod. „Trotzdem bin ich am Ende super zufrieden. Leider haben die Jungs dieses Ergebnis in dieser Höhe nicht verdient.“

Viel Frust über Endresultat

Und daher machte sich nach dem Abpfiff eine Stimmungsmixture aus ein wenig Stolz und viel Frust über das Endresultat im Tross der Herringer breit. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gezeigt. Daher ist es bitter, dass das 0:6, das sich nach einer klaren Klatsche anhört, nicht das Kräfteverhältnis wiedergibt“, meinte Karschau.

Keeper Timo Tegethoff, der noch einen Penalty von Casas parierte (30.), betonte: „Wir haben das bis zur 35. Miunte richtig gut gemacht, haben uns viel bewegt und die Räume immer wieder freigelaufen. Aber dann war der Wurm drin und wir haben zu hoch verloren. Denn nach dieser Leistung darf man sich einfach nicht sechs Gegentore fangen. Da hätten wir besser abschneiden müssen.“

Und daher geht das Warten auf den ersten Sieg in der Euoleague auch nach dem Gastspiel beim HC Forte dei Marmi weiter. Ein Remis mit dem 8:8 gegen Juventude de Viana haben sie schon einmal geschafft, einen doppelten Punktgewinn aber eben noch nicht. „Natürlich wollen wir auch gerne mal zu den besseren Mannschaften gehören und einen Sieg einfahren“, stellte Liam Hages klar. „Aber wir können das schon realistisch einschätzen. Zu den Profiteams fehlt uns leider ein ganzes Stück. Aber wir werden es weiter versuchen. Vielleicht gelingt es uns ja schon im nächsten Heimspiel gegen Liceo.“

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