SKG Herringen peilt erneuten Pokaltriumph an

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SKG-Trainer „Alfredo“ Meier.

HAMM - Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen. Auf der Trophäe hat der SK Germania Herringen noch schnell per Gravur seinen Vorjahressieg verewigen lassen. Gerade noch rechtzeitig vor der Mission Titelverteidigung.

Denn am Samstag und Sonntag kämpfen die Germanen in den beiden Rollhockey-Pokalfinals gegen den RSC Cronenberg abermals um den „Pott“. Es soll der erste Schritt auf dem Weg zum erneuten Double werden, mit dem sich der SKG 2014 pünktlich zu seinem 100. Geburtstag selbst beschenkt hatte. Doch der Weg zum abermaligen doppelten Triumph ist in diesem Jahr äußerst steinig. Das erste Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ging in Iserlohn mit 5:6 verloren. Und mit Cronenberg wartet nun, eine Woche vor dem zweiten und – im Falle eines Herringer Sieges – dritten DM-Finale eine unangenehme Aufgabe.

Allerdings untermauerten die Herringer durch den erneuten Einzug in beide Finals ihre mittlerweile führende Stellung im deutschen Rollhockey, das über Jahre Iserlohn und Cronenberg dominiert hatten. Im Pokal wird – im Gegensatz zur Meisterschaft – der Sieger in zwei Duellen ermittelt. Sollten beide Kontrahenten je einmal gewinnen, entscheidet die Tordifferenz. Die Auslosung verschaffte dem SKG den Vorteil, zunächst am Samstag (15.30 Uhr, Alfred-Henkel-Sportarena) in Wuppertal antreten zu dürfen. Am Sonntag (15.30 Uhr) empfangen die Germanen den RSC dann in der Glückauf-Sporthalle zum entscheidenden Rückspiel. Der SKG-Vorsitzende Michael Brandt sieht daher zunächst den Druck bei Cronenberg, das vorlegen müsse. „Wir sollten diszipliniert, taktisch klug spielen, defensiv gut stehen und nicht ins offene Messer laufen“, erwartet Brandt im Hinspiel einen ergebnisorientierten Auftritt des Titelverteidigers, der über Konter zum Erfolg kommen und sich so eine gute Ausgangsposition verschaffen will. Dass die Cronenberger durch das Scheitern bereits in den Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft relativ ausgeruht in die Pokalendspiele gehen können, sieht der Klubboss einigermaßen gelassen. „Die Jungs haben genügend Substanz für die jetzt anstehenden entscheidenden Spiele“, ist er sich mit Blick auf die Germanen sicher.

Zumal der SKG, der am Wochenende in Bestbesetzung in die beiden Begegnungen geht, gute Erinnerungen an das Vorjahr hat. Da kämpften die zwei Vereine noch um die Meisterschaft, die sich die Herringer mit deutlichen 9:2- und 6:2-Erfolgen zum zweiten Mal in Folge sicherten. Doch diesmal ist die Situation auch insofern ungünstig, als die Pokalfinals genau zwischen die Meisterschaft-Endspiele fallen, in denen es nicht zuletzt um die Qualifikation für die European League geht.

Germanen-Trainer Alfredo Meier stand nach der Niederlage in Iserlohn somit vor schwierigen Trainingseinheiten, das verlorene erste DM-Finale beschäftigte seine Schützlinge sichtlich. „So ein Match kann man nicht einfach abhaken“, zeigte Meier Verständnis – sieht seine Mannschaft aber taktisch gut gerüstet. Auch Brandt hofft auf den abermaligen Coup: „Wenn man so weit gekommen ist, will man den Pokal auch gewinnen.“ Und erneut gravieren lassen.

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