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SK Germania überrascht mit einem neuen Trainer

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Von: Patrick Droste

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Stefan Gürtler wird die Fans in der Glückaufhalle in Zukunft nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer begrüßen.
Stefan Gürtler wird die Fans in der Glückaufhalle in Zukunft nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer begrüßen. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Mit der Vorstellung von Stefan Gürtler als neuen Trainer hat Rollhockey-Meister und -Pokalsieger SK Germania Herringen für eine große Überraschung gesorgt. Der Routinier soll in Zukunft als Spielertrainer Verantwortung übernehmen.

Hamm – Den Namen Stefan Gürter hatte wirklich niemand auf dem Zettel, als es um die Nachfolge von Erfolgscoach Christian Zarod ging. Zumal der 37 Jahre alte Routinier nach einer einjährigen Pause im Frühsommer betont hatte, dass er doch noch einmal seine Rollhockey-Schuhe schnüren und ein weiteres Jahr als Spieler für den SK Germania Herringen auflaufen möchte. Doch nun wird Gürtler der neue Trainer des Doublesiegers und soll in der nächsten Saison in einer Doppelfunktion als Spieler und als Coach dafür sorgen, dass die Erfolgsgeschichte im Hammer Westen fortgeführt wird. „Ich wollte eigentlich nur als Spieler weitermachen und noch einmal richtig Gas geben“, sagt Gürtler. „Jetzt werde ich das als Spielertrainer machen. Ich denke, das ist eine gute Lösung.“

Noch keine Erfahrung als Trainer

Trainererfahrung hat der Routinier in seiner Karriere noch nicht gesammelt, dafür aber verschiedene Coaches erlebt. Zudem will er sich auch immer wieder mit den Nationalspielern in Reihen des SKG absprechen, welche Trainingsinhalte und welche Übungen angesagt sind. „Natürlich muss ich erst in diesen Job hineinwachsen. Aber zum einen haben ich mit allen Jungs gesprochen, die stehen komplett hinter mir. Und zum anderen haben wir auch eine Mannschaft, die von alleine funktioniert. Daher werden wir das Training zusammen gestalten“, betont Gürtler, der bereits am Sonntagnachmittag seinen Einstand an der Bande feiern wird, wenn der SK Germania auf die deutsche U17-Nationalmannschaft trifft, die am Wochenende in Herringen ein Trainingslager absolviert und zum Abschluss der Übungseinheiten auf den Doublesieger trifft.

Die SKG-Verantwortlichen freuen sich derweil, dass sie ihre im Juni begonnene Suche nun erfolgreich abschließen konnten. „Wir waren auch in Kontakt mit externen Trainern, haben uns aber letztlich für eine interne Lösung entschieden“, erklärt der Vorsitzende Michael Brandt. „Wenn jemand von außen kommt und ganz andere Vorstellungen hat, dann ist das schwierig mit unseren Jungs. Das haben wir ja schon mal gesehen, als Alfredo Meier das Team trainiert hat.“

Interne Lösung kein Risiko

Gürtler dagegen, so fügt Brandt hinzu, würde das Team seit Jahren kennen, sei nahe dran und könne jeden einzelnen Spieler optimal einschätzen. „Die Mannschaft soll ihren Stil weiter spielen, der sie in den vergangenen Jahren so stark gemacht hat und mit dem sie so überaus erfolgreich war. Mit einer internen Lösung gehen wir da kein Risiko ein“, so der Vorsitzende.

Unterstützt wird Gürtler bei seiner Arbeit von Daniel Lapcevic, der in der vergangenen Saison als Betreuer des Bundesliga-Teams fungiert und zudem die U17-Mannschaft der Germanen trainiert hat. Zudem wird auch Zarod als Team-Manager weiter in beratender Funktion zur Verfügung stehen und dem neuen Trainerduo helfen.

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