SKG Herringen sammelt Kräfte für die entscheidende Phase

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Liam Hages

Hamm - Es war ein ganz entspanntes Wochenende, das die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen verbringen durften – das letzte freie für einen längeren Zeitraum. Denn während die Konkurrenz am letzten Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde noch um die Plätze für die Play-offs hinter den bereits als Tabellenführer feststehenden Herringern stritt, hatte die Mannschaft von Trainer Alfredo Meier spielfrei.

„Da wir ja noch die Doppelbelastung mit Meisterschaft und Pokalwettbewerb haben, hatte unser Trainer beschlossen, die vergangenen Tage noch einmal zu nutzen, um die Akkus der Spieler aufzuladen und die Trainingsintensität ein wenig heruntergefahren“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Wir hatten auch einige angeschlagene Spieler, für die es wichtig war, regenerieren zu können.“ Liam Hages dürften die paar freien Tage gut getan haben, um die ihn plagende Bauchmuskelzerrung auszukurieren. Und auch Lucas Karschau wird nicht böse drum gewesen sein, dass er die Folgen seiner Gesichtsverletzungen, nachdem er einen Ball unglücklich abbekommen hatte, ein paar Tage pflegen durfte, ohne sich der Gefahr eines erneuten Treffers aussetzen zu müssen.

Doch wenn am Samstag mit der Partie beim SC Bison Calenberg das erste Viertelfinalspiel der Meisterschafts-Play-offs für die Germanen beginnt, ist es vorbei mit der Schonzeit. „Dann zählen nur noch Siege, wenn wir unsere Ziele in Meisterschaft und Pokal erreichen wollen“, sagt Brandt, der zwar weiß, dass sich die Mannschaft im Modus „Best-of-three“ sogar eine Niederlage erlauben könnte, diesen Luxus aber möglichst nicht ausschöpfen will. „Da wir noch in beiden Wettbewerben vertreten sind, wäre es wichtig, Kräfte zu sparen“, sagt der SKG-Vorsitzende. „Deswegen hoffe ich, dass wir das Viertelfinale schon nach zwei Begegnungen für uns entschieden haben.“

Dass die Herringer die Qualität dazu haben, den Vorrunden-Achten aus dem Wettbewerb zu schießen, haben sie bereits bewiesen, als sie am 12. März locker mit 12:4 in Calenberg gewannen. Dass es allerdings auch höchster Konzentration bedarf, um das Team des langjährigen Herringers Milan Brandt in die Schranken zu weisen, erfuhr das Meier-Team zu Saisonbeginn, als es in eigener Halle mit 4:7 das Nachsehen hatte. „Wir müssen die Sache konzentriert angehen“, sagt Brandt. „Denn Calenberg ist unberechenbar – wenn alle Spieler Topform erreichen, können sie uns gefährlich werden.“

Meier wird die Mannschaft in den letzten noch anstehenden Trainingseinheiten intensiv auf den Gegner vorbereiten – auch wenn die Mannschaft den Herringern bestens bekannt ist. Doch auf dem Weg ins Halbfinale wollen die Germanen keine Überraschung erleben. „Das Team sollte möglichst mit einem Sieg zurückkommen, um am 30. April beruhigter in das zweite Spiel gehen zu können.“

Dass der Terminkalender zwischen den beiden Viertelfinalbegegnungen das Pokal-Halbfinale in Darmstadt vorsieht, ist für Brandt wenig glücklich geplant vom Deutschen Rollsport und Inlineverband (DRIV). „Noch extremer wird es, wenn wir das Pokalfinale erreichen sollten“, sagt er. „Denn das ist auf Pfingsten – zwischen den beiden Halbfinalspieltagen – terminiert worden“, ärgert er sich. „Aber das ist halt der Nachteil, wenn du in beiden Wettbewerben noch dabei bist. Denn im vergangenen Jahr war es auch so, als wir zwei knallharte Pokalspiele hatten, als die Meisterschaft entschieden wurde. Vielleicht hätten wir sonst im Endspiel gegen Iserlohn nicht verloren.“

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