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SK Germania hat noch große Ziele - Samstag steigt das erste Finalspiel

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Von: Patrick Droste

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Herringens Christoph Rindfleisch (links) sorgte mit seinem Treffer zum 4:3 im entscheidenden Spiel gegen Remscheid für den Einzug ins DM-Finale.
Herringens Christoph Rindfleisch (links) sorgte mit seinem Treffer zum 4:3 im entscheidenden Spiel gegen Remscheid für den Einzug ins DM-Finale. © © Andreas Rother

Rollhockey-Bundesligist SK Germania Hamm hat noch große Ziele. Erst soll der vierte Bundesliga-Titel in Folge gefeiert werden. Und danach wird mit dem Pokaltriumph auch das begehrte Double angestrebt.

Hamm – Einen Zwischenstopp, um kurz neue Kräfte zu sammeln, gibt es für die Rollhockeyspieler des SK Germania Herringen und ihren Trainer Christian Zarod in diesen Tagen nicht mehr. Gerade erst haben sie mit viel Glück das Halbfinale überstanden, da steht schon am Samstag (18 Uhr) das erste Playoff-Endspiel der Best-of-3-Serie im Kampf um die Deutsche Meisterschaft beim RSC Cronenberg an. „Und das wird wieder eine immens schwere Aufgabe, gerade auswärts auf dem für uns ungewohnten Betonboden, wo wir jedes Mal unsere Schwierigkeiten haben“, sagt der SKG-Coach, der die Begegnungen vom vergangenen Wochenende gegen die IGR Remscheid noch gar nicht richtig verdaut hatte.

Halbfinale ging an die Substanz

Am Samstag hatten die bei der IGR unterlegenen Herringer durch den 7:1-Sieg den Ausgleich geschafft, dann stand am Sonntag das alles entscheidende dritte Spiel an. Und hier hatten die Germanen mit dem 4:3-Sieg in der Verlängerung durch den späten Treffer von Christoph Rindfleisch das glücklichere und vor allem bessere Ende für sich. „Beide Teams haben da in den 60 Minuten alles gegeben, es war ein Spiel komplett auf Augenhöhe. Gott sei Dank hat es letztlich für uns gereicht“, meint Zarod, der zugibt, dass die Partie „sehr Nerven aufreibend war und auch bei mir als Trainer an die Substanz ging. Es war ein Hin und Her. Und Remscheid hätte es genauso verdient gehabt wie wir.“

Eine mögliche Revanche kann die IGR bereits Mitte Mai nehmen, wenn beide Mannschaften im Finale um den DRIV-Pokal erneut aufeinandertreffen: zuerst am 14. Mai in Herringen, einen Tag später in Remscheid. Doch daran wollen Zarod und seine Schützlinge derzeit noch keinen Gedanken verschwenden. In dieser und in der kommenden Woche gilt die gesamte Konzentration den Duellen mit dem RSC Cronenberg, der sich im anderen Halbfinale nach drei Partien ein wenig überraschend gegen die RESG Walsum durchgesetzt hatte.

Harte Nuss zu knacken

Gegen den RSC hatten die Herringer in der regulären Bundesliga-Saison das letzte Spiel verloren – und auch am Samstag habe die Germanen in Wuppertal eine harte Nuss zu knacken. Neben dem ungewohnten Hallenboden werden sie auf einen Gegner treffen, der nach dem Weiterkommen gegen Walsum nur so vor Selbstbewusstsein strotzt und versuchen wird, seine im Vergleich zum SKG mangelnde Erfahrung durch viel körperliche Präsenz wettzumachen. Hinzu kommt, dass der RSC gerade bei seinen Heimspielen von einem lautstarken Fanklub unterstützt wird, der die Mannschaft auch bei einem Rückstand immer wieder nach vorne treibt. Und zu guter Letzt verfügen die Cronenberger mit Jordi Molet über einen äußerst ausgefuchsten Trainer, der sich immer wieder taktische Finessen einfallen lässt. „Jordi war ja auch schon mal Bundestrainer. Er kennt daher unsere Jungs bestens“, meint Zarod und fügt hinzu: „Da müssen wir uns schon was einfallen lassen. Und das werden wir auch tun.“

Vorfreude auf die Finalserie

Entsprechend fokussiert werden sich die Herringer auf die Partie in Cronenberg vorbereiten, um möglichst mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise anzutreten. Denn auf so eine enge Geschichte wie am vergangenen Wochenende haben Zarod und seine Mannen keine Lust mehr. „Das wird schon sehr entscheidend sein am Samstag“, bestätigt der Coach. „Wenn wir da gewinnen, dann sind wir aufgrund unserer Heimstärke sicherlich im Vorteil und können es im zweiten Spiel am 7. Mai vielleicht schon klar machen.“

Denn so knapp vor dem zu Saisonbeginn ausgegebenen Ziel wollen die Germanen auf keinen Fall scheitern. „Wir wollen den vierten Titel in Folge holen. Das ist in der langen Rollhockey-Geschichte nicht vielen Klubs gelungen“, betont Zarod. „Daher ist unsere Vorfreude auch sehr groß auf diese Finalserie.“

Zudem könnten die Herringer mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft Selbstvertrauen sammeln für das Pokalfinale. „Ein Sieg über Cronenberg würde uns sicherlich einen Schub für das Double geben“, so Zarod.

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