SKG Herringen tritt am Samstag in Remscheid an

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Marcel Stork

Hamm - Die Saisonpremiere ist vor eigenem Publikum gelungen – jetzt will Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen auswärts nachlegen. Und Michael Brandt macht kein Hehl daraus, dass seine Mannschaft am Samstag (18 Uhr) als klarer Favorit bei der IRG Remscheid antreten wird.

„Remscheid ist nach dem Debakel, das es zum Auftakt erlebt hat, angeschlagen“, sagt der Vorsitzende der Herringer mit Blick auf die 1:8-Packung, die die Gastgeber in Krefeld kassiert haben und bei der Torhüter Moritz Kreidewolf noch der stärkste Akteur auf dem Feld gewesen ist. „Das müssen wir nutzen.“ Zwar ist die IGR mit einem Rumpfkader beim vor der Saison als Abstiegskandidaten gehandelten HSV in Krefeld angetreten, doch der Auftritt war so erschreckend, dass es direkt im Anschluss eine Sitzung der Mannschaft mit Trainer Marcell Wienberg und Vorstand gegeben haben soll.

Die Gegenwehr, auf die die Herringer nun treffen werden, dürfte jedoch ein wenig größer sein. Schließlich spielt das Team, das in der vergangenen Saison noch vom Herringer Andreas Reinert trainiert wurde, vor eigenem Publikum und wird beweisen wollen, dass das 1:8 von Krefeld ein einmaliger Ausrutscher war. Allerdings wird Top-Torjäger und Nationalspieler Yannick Peinke weiterhin verletzungsbedingt ausfallen. Und auch den Weggang von Luis Hages hat die Mannschaft offensichtlich noch nicht richtig verkraftet.

Torhüter aus Portugal zum Probetraining

Unterdessen sind die Germanen auf der Suche nach einem Ersatz für den wegen Dopings gesperrten Maurice Michler ein gutes Stück weiter gekommen. „In der kommenden Woche wird ein Portugiese zum Probetraining bei uns sein“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Er wird bis Sonntag bleiben – dann sehen wir weiter.“ Joao Bruno Ferreira, heißt er, ist 24 Jahre alt und hat schon bei portugiesischen Erstligaklubs im Profikader gestanden. In der vergangenen Saison stand Ferreira in Frankreich beim Erstliga-Aufsteiger Al Ergue Gaberec unter Vertrag. Nachdem die Mannschaft wieder abgestiegen und auseinander gebrochen ist, kehrte er nach Portugal in seinen Heimatort nahe Porto zurück, wo er derzeit vereinslos ist. „Deshalb besteht die Möglichkeit, dass wir ihn verpflichten können“, so Brandt.

Auf ein Urteil des Schiedsgerichts der Nationalen Antidoping Agentur (Nada) zum Fall Maurice Michler warten die Herringer noch immer. „Wir haben nach wie vor noch keine Informationen über die Dauer der Sperre“ sagt Brandt. „Aber von sechs Monaten müssen wir ja mindestens ausgehen.“

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