Mit 7:5 durchgesetzt

Germania Herringen dreht die Partie in Darmstadt

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Torwart Maurice Michler hielt stark.

DARMSTADT ▪ Spannender könnte der Zweikampf um die beste Ausgangsposition für die Play-off-Runde in der Rollhockey-Bundesliga nicht sein. Tabellenführer ERG Iserlohn hat nach dem 5:1-Heimerfolg am Samstag über den Valkenswaardse RC 38 Punkte und 99:41 Treffer auf seinem Konto, der SK Germania Herringen folgt mit 37 Zählern und fast identischem Torverhältnis (99:42) auf Platz zwei. Die Hammer gewannen am viertletzten Spieltag der Punktrunde nach einem 2:4-Pausenrückstand mit 7:5 beim RSC Darmstadt und schüttelte den Verfolger ab.

Von einem „sehr wichtigen Sieg“ sprach SGK-Vorsitzender Michael Brandt nach dem sechsten Erfolg im sechsten Rückrundenspiel. „Wir haben mehr riskiert und eine kämpferisch starke Leistung gezeigt.“ Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss innerhalb von 50 Sekunden, in denen die Herringer aus einem 4:4 ein 7:4 machten. Die Hessen hatten zuvor sieben Heimspiele am Stück nicht verloren.

In der 5. Minute waren die Darmstädter in Führung gegangen, postwendend erzielte Kevin Karschau den Ausgleich (6.). Den erneuten Rückstand(10.) glich wiederum Karschau, der einen Sololauf vollendete, aus (12.). Bis zur Pause lieferten sich beide Teams eine „offene Partie“ (Brandt), in der die Gäste zu viele Chancen ausließen, während der RSC seine Gelegenheiten konsequent nutzte und mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabinen ging.

In der zweiten Halbzeit bewiesen die Spieler des amtierenden Meisters Moral. Erst spielte Robin Schulz den Keeper aus und verkürzte (30.), dann egalisierte Stefan Gürtler nach einem Zuspiel von Liam Hages per Flachschuss (38.). „Beide wollten danach den Sieg“, sagte SKG-Chef Brandt – und freute sich, dass Herringens Torwart Maurice Michler den „offenen Schlagabtausch“ zugunsten der Gäste entschied. Unter anderem parierte er einen direkten Freistoß, den die Hessen nach dem zehnten Teamfoul der Hammer zugesprochen bekamen (47.).

Das war der Startschuss für das Finale furioso. Mit einem platzierten Schuss sorgte Hages für das 4:5 (48.). Kapitän Lucas Karschau erhöhte auf 4:6 (49.), Schulz in der gleichen Minute auf 4:7. Er verwandeltete einen direkten Freistoß nach Teamfoul Nummer zehn des Tabellenvierten. Fünf Sekunden vor Schluss fiel das 5:7.

Am kommenden Samstag bekommen es die Herringen in eigener Halle ab 18 Uhr mit dem SC Bison Calenberg zu tun, ehe es am vorletzten Spieltag (5. April) wahrscheinlich zum Showdown mit Iserlohn kommt.

Weiteres Ergebnis: IGR Remscheid – TuS Düsseldorf-Nord 5:1 ▪ mak

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