Rückkehr zu "Best of three": SKG schiebt Regeländerung an

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Rechenspiele verboten: SKG-Coach Christian Zarod

Hamm - Auch auf Initiative des SK Germania Herringen kehrt die Rollhockey-Bundesliga in der kommenden Saison zum alten Modus zurück. In der laufenden Spielzeit bleiben jedoch Risiken.

Der SK Germania Herringen schwebt in der Rollhockey-Bundesliga aktuell über den Dingen. Nach dem Sieg im Penaltyschießen gegen die RESG Walsum ist das Polster auf die Verfolger mehr als beruhigend. Vor den Anfang Mai beginnenden Playoffs bereitet dem Vize-Meister jedoch eine Regeländerung Sorgen.

Als Erster der Hauptrunde kam Herringen in der vergangenen Saison noch zu dem Vorteil, die mögliche dritte und entscheidende Partie zuhause austragen zu können. Diese Regelung betraf Viertel- und Halbfinale sowie Endspiel. Eine Ausnahme stellt die laufende Spielzeit dar. Der SKG würde in den Playoffs – Stand jetzt – zunächst auswärts antreten, die zweite und letzte Begegnung fände in der Glückauf-Sporthalle statt. Anstelle des Modus „Best of three“ sind Hin- und Rückspiel getreten.

Playoff-Spiele innerhalb von zwei Tagen

„Es ist unser Ziel, Erster zu werden – auch damit wir sonntags nicht die weiten Reisen vor uns haben“, sagt Trainer Christian Zarod. Die beiden entscheidenden Partien finden im Gegensatz zur alten Regelung innerhalb von zwei Tagen statt. 

„Dieser Änderung kann man Positives abgewinnen, weil mein Team torgeil ist und vielleicht schon in der ersten Begegnung für eine Vorentscheidung sorgt“, meint der SKG-Coach. „Es kann natürlich auch nach hinten losgehen, wenn man einen schlechten Tag erwischt und sich der Gegner im Rückspiel hinten reinstellt.“

Spitzenteams machen Änderungen rückgängig

Gerade den Spitzenteams der Liga passt das erhöhte Risiko und die Doppel-Spieltage nicht in den Kram. Auf der Bundesliga-Tagung am vergangenen Sonntag in Hamm wurde die erst vor der laufenden Spielzeit verabschiedete Änderung wieder rückgängig gemacht. 

Die Aushängeschilder des deutschen Rollhockeys hatten sich bereits im Vorfeld in einer Kommission zusammengetan und die Anträge auf den Weg gebracht. Neun von 15 Abstimmungsberechtigten votierten für die Rückkehr zum Modus „Best of three“, die Regelung greift in der Saison 2017/2018.

"Entscheidung hat Sport nicht gut getan"

„Die Entscheidung für Hin- und Rückspiel hat dem Sport aus unserer Sicht nicht gut getan“, erklärt der Herringer Vorsitzende Michael Brandt. Im Rahmen der Tagung sprach sich auch Nationaltrainer Marc Berenbeck für die Entzerrung des Spielplans aus. Die Playoffs der kommenden Saison dauern sechs statt der diesjährigen drei Wochen.

Entgegen der internationalen Regelung beschloss die deutsche Liga zudem, die Verlängerung auch zukünftig ohne Golden Goal auszutragen. Bei Remis nach regulärer Spielzeit gibt es weiterhin zwei Mal fünf Minuten Nachschlag.

Zarod gibt Ziel aus

Mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs will Zarod keine Rechenspiele zulassen – obwohl er im Hinterkopf hat, dass sein SKG als Hauptrundensieger schon im Halbfinale auf Meister ERG Iserlohn treffen könnte. 

„Auch wenn das wohl der schwerere Weg wäre, bleiben wir bei unserem Stil, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Unser Ziel ist das Double aus Pokal und Meisterschaft“, meint der Coach.

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