Rollhockey

SK Germania wohl lange ohne Kevin Karschau

+
Kevin Karschau vom Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen

Der SK Germania Herringen muss wahrscheinlich für den Rest des Jahres ohne Kevin Karschau auskommen. Der Torjäger, der schon am vergangenen Samstag bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen beim RSC Cronenberg wegen einer Sehnenscheidenentzündung fehlte, ist am Mittwoch am Handgelenk operiert worden.

Hamm - „Das ist da zuletzt immer dicker geworden“, sagte der 27-Jährige vor dem Eingriff. „Wie lange ich ausfalle, hängt von dem OP-Verlauf ab.“

Christian Zarod rechnet allerdings nicht mehr damit, dass er seinen Stammspieler in diesem Jahr noch einmal im Trikot des Double-Siegers sehen wird. „Das war ein echter Schock für uns alle. Er wird uns auf unbestimmte Zeit erst einmal nicht mehr zur Verfügung stehen. Wenn er in der ersten Partie des neuen Jahres gegen Iserlohn dabei ist, freue ich mich. Wenn er schon vorher wieder aufläuft, wäre es umso besser. Aber ich rechne nicht damit, dass das bis Weihnachten was wird“, sagt der SKG-Trainer.

Kevin Karschau fehlt Herringen auch in der European League

Zarod wird daher wohl auch in den anstehenden Begegnungen der European League beim HC Liceo (20. Oktober) sowie in den beiden Heimpartien gegen Sporting Lissabon (17. November) und gegen Forte dei Marmi (1. Dezember) auf seinen besten Torschützen verzichten müssen. „Das ist natürlich schade, dass er in diesen Spielen nicht dabei ist. Aber besser jetzt als im nächsten Jahr im April und Mai in den Play-offs. Wenn er da fehlen würde, würde uns das richtig weh tun“, betont der Herringer Coach.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Karschau immer wieder Probleme mit seinem Handgelenk, hatte zwischenzeitlich eine kleinere Zwangspause einlegen müssen. In der vergangenen Woche hatte Zarod dann im Training intensive Passübungen angesetzt, die natürlich das Handgelenk und den Unterarm enorm belasteten. Karschau klagte anschließend über enorme Schmerzen und suchte am Freitag einen Arzt auf, der ihm eine Gipsschiene verpasste, damit das Handgelenk ruhig gestellt wird.

Rollhockey Bundesliga: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 7:1

Daher musste er am Samstag auch bei der Auswärtspartie in Cronenberg passen – ohne ihn kassierte der SKG gleich die erste Saisonniederlage. „Klar hätten wir angesichts der vielen hochkarätigen Chancen, die wir per Penalty und aus dem Spiel heraus hatten, diese Begegnung gewinnen müssen. Aber man hat schon gemerkt, dass er uns fehlt. Er ist nun mal unser offensivstärkster Akteur und ungemein wichtig für uns“, sagt sein Bruder Lucas Karschau.

Karschaus Arm wurde immer dicker

Obwohl sich Kevin Karschau über das Wochenende schonte und er auf seinen heißgeliebten Rollhockey-Sport verzichtete, wurden die Schmerzen nicht weniger. Das Gegenteil war der Fall. Der Arm wurde immer dicker, so dass er am Dienstag erneut bei seinem behandelnden Arzt vorstellig wurde, der ihn direkt in das Krankenhaus überwies. Dort wurde er am Mittwoch bereits operiert und muss nun abwarten, wie der Heilungsprozess verläuft und wann er das Handgelenk wieder belasten kann. 

„Das ist natürlich richtig blöd, dass er uns nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch in den Spielen der Champions League fehlt. Das wird da jetzt umso schwerer für uns“, sagt Lucas Karschau. „Aber wichtig ist, dass er wieder gesund wird und uns in den Play-offs im nächsten Jahr wieder mit voller Kraft zur Verfügung steht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare