SKG Herringen erobert die Tabellenspitze

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Zweifacher Torschütze: Robin Schulz traf in Valkenswaard beim 5:3-Sieg des SK Germania Herringen.

VALKENSWAARD - Gelungener Bundesliga-Frühstart ins Jahr 2014 für die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen. Mit 5:3 (3:0) gewann die Mannschaft von Trainer Detlef Schulz beim Liga-Vorletzten Valkenswaardse RC und übernahm damit erstmals in der laufenden Saison die Tabellenführung.

Das allerdings nur, weil sie bereits zwei Partien mehr auf dem Konto hat als die Verfolger aus Iserlohn und Remscheid. „Das Ergebnis täuscht ein wenig“, hielt sich für den Herringer Vorsitzenden Michael Brandt die Spannung aber in Grenzen. „Denn wir haben das Spiel von Beginn an souverän kontrolliert und bis zur vorletzten Minute noch mit 5:1 geführt. Erst zwei Leichtsinnsfehler haben es den Holländern anschließend ermöglicht, das Resultat zu verbessern.“

Aufgrund der Terminschwierigkeiten, die die Teilnahme an der European League für die Germanen mit sich bringt, musste das Team seine ohnehin schon kurze Winterpause eine Woche früher als die Konkurrenz beenden. Und die Aufgabe, die sich den Herringern stellte, hätte durchaus angenehmer sein können. Zwar ging der Deutsche Meister als klarer Favorit in die Begegnung. Doch zum einen hatten sich die niederländischen Gastgeber in der Winterpause die Dienste eines zweiten Portugiesen gesichert und zum anderen gibt es schönere Spielflächen als den glatt geschliffenen Betonboden in der RC-Sporthalle. Doch die Herringer ließen sich von den Begleitumständen nicht beirren. Detlef Schulz hatte seine Spieler damit beauftragt, die Gastgeber von Beginn an unter Druck zu setzen und möglichst früh in Führung zu gehen. Und die hielten sich daran. Während Valkenswaard sehr tief stand und auf Konter lauerte, ließ der SK Germania die Kugel geschickt in den eigenen Reihen laufen, machte das Spiel breit und agierte sehr druckvoll. Als dann Lucas Karschau in der vierten Minute mit einem verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze zur Führung traf, war die Vorgabe des Trainers erfüllt.

Allerdings vergaßen es die Gäste anschließend, zeitig nachzulegen. „Zur Pause hätte es eigentlich schon fünf oder sechs zu Null für uns stehen müssen“, bemängelte Brandt Konzentration und Chancenauswertung. „Aber wir haben zu viele Hochkaräter ausgelassen.“ Beim Spiel auf ein Tor durften die Niederländer lange weiter hoffen, weil Stefan Gürtler (7.), Robin Schulz (18.) und Liam Hages per Doppelchance (21.) freistehend nicht trafen. Eine Minute vor dem Pausenpfiff erlöste Kevin Karschau sein Team. Der Nationalspieler erkämpfte sich den Ball, ließ einen schnellen Antritt und einen platzierten Schlagschuss in den Winkel folgen – und es hieß 2:0. Als sein Bruder Lucas kurz darauf die Abwehr überspielte und quer auf Robin Schulz legte, hatte der keine Mühe, für das 3:0 zu sorgen – der beruhigende Vorsprung war doch noch geschafft.

Die Gäste wurden auch nicht nervös, als Nils Janssens zum 3:1 verkürzte (30.), zumal sich nach dem Wechsel an der Rollenverteilung nichts geändert hatte. Herringen drückte, und dieses Mal ließ der nächste Treffer nicht so lange auf sich warten. Nach einer Kombination über vier Stationen war erneut Robin Schulz der letzte in der Kette, der zum 4:1 traf (32.), und fünf weitere Minuten später machte Lucas Karschau mit einem sehenswerten Solo, das er zum 5:1 abschloss, alles klar. Als sich Torhüter Timo Tegethoff kurz darauf gleich dreimal in Folge mit Glanzparaden hervortat, war die letzte Gegenwehr des RC gebrochen. Kevin Karschau scheiterte zwar noch nach dem zehnten Teamfoul der Holländer mit einem direkten Freistoß (43.) – am sicheren Sieg änderte das aber ebenso wenig wie die beiden Gegentore durch Luuk Bischoff (49.) und Dave Holtzer (50.) in der Schlussphase. „Das hat nicht mehr weh getan“, sagte Brandt, der froh war, dass sich trotz der körperbetonten Spielweise der Gastgeber niemand verletzt hatte. „Und letztlich war das eine gute Vorbereitung für Iserlohn am kommenden Samstag.“ Denn dann geht es darum, in einer voraussichtlich hitzigen Partie die gerade eroberte Tabellenführung zu verteidigen. - güna

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