Rollhockey-Bundesliga: Viele Fouls und ein Loch in der Bande

Herringen gewinnt 8:7 in hartem Spitzenspiel gegen Remscheid

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Robin Schulz ging zwar angeschlagen ins Spiel, erkämpfte aber dennoch ein Tor für die SKG.

Hamm - Es war ein hektisches und von vielen Fouls geprägtes Spitzenspiel in der Rollhockey-Bundesliga. Am Ende setzte sich die SK Germania Herringen aber gegen den IGR Remscheid durch und gewann mit 8:7.

Dabei war die Ausgangssituation für die Herringer nicht besonders glücklich: Neben den für längere Zeit verletzten Kevin Karschau und Luis Hages fehlte beim Spitzenspiel am Samstagabend auch Marcel Stork. Christoph Rindfleisch, Stefan Gürtler und Robin Schulz gingen zudem angeschlagen ins Spiel.

Vor allem in der ersten Halbzeit landete aber fast jeder Ball der Herringer im Tor. 6:2 führte die Mannschaft von Trainer Christian Zarod somit zur Pause.

In der zweiten Hälfte gaben die Spieler ihre Führung aber beinahe aus der Hand. Zwischen der 27. und 38. Minute gelangen den Gästen aus Remscheid gleich vier Treffer in Folge.

SK Germania Herringen - IGR Remscheid 8:7 (6:2)

Nach dem 6:6 wurde es noch einmal richtig spannend: Nach dem 7:6 folgte gleich wieder der Ausgleich. In der 47. gelang Christoph Rindfleisch aber nach einem Zuspiel von Liam Hages sein zweiter Treffer in diesem Spiel zum 8:7 Endstand.

"Mannschaft hat Moral gezeigt"

Entscheidenden Anteil am Sieg hatte Kapitän Lucas Karschau. Er traf insgesamt vier Mal. Die angeschlagenen Spieler Robin Schulz und Stefan Gürtler landeten jeweils einen Treffer.

Trainer Christian Zarod lobte seine Mannschaft: "Vor ein bis zwei Jahren hätten wir so eine Führung noch aus der Hand gegeben", sagte er nach dem Spiel. "Jetzt haben wir aber wieder Moral gezeigt und sind nicht eingebrochen."

Ein Vertreter der Gäste tritt aus Frust Loch in die Bande

Insgesamt war das Spitzenspiel in der Rollhockey-Bundesliga ein hektisches und hartes. Die Schiedsrichter brachten beide Mannschaften im Laufe des Spiels gegen sich auf. Ein Vertreter aus der Delegation der Gäste war so erbost, dass er mit dem Fuß ein Loch in die Bande trat. Trainer Marcell Wienberg äußerte gegenüber dem WA, er habe dieses Verhalten nicht angemessen gefunden dies demjenigen auch mitgeteilt. Das Spiel musste für zehn Minuten unterbrochen und das Loch notdürftig geflickt werden.

Für ein Rollhockey-Spiel ungewöhnlich war auch die hohe Zahl der Fouls. 13 Mal foulten die Gäste vom IGR Remscheid. Sechs Fouls gingen auf das Konto der Herringer. Beide Mannschaften kassierten jeweils zwei blaue Karten, für die Remscheider gab es sogar eine blau-rote.

"Status eines Spitzenspiels genommen"

"Das war an der Grenze des Erlaubten, teilweise sogar darüber und nahm der Partie den Status eines Spitzenspiels", sagte SK Germania-Vorsitzender Michael Brandt am Samstag zu der Härte in dem Spiel. Er freue sich aber, dass keiner seiner Spiel ernsthaft verletzt wurde.

Durch den Sieg stehen die Herringer im Moment an der Spitze der Tabelle in der Rolhockey-Bundesliga. Am 28. Oktober muss die Mannschaft ihre Position dann im Auswärtsspiel gegen den SC Bison Calenberg verteidigen.

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