Rollhockey-Bundesliga

Herringer Durchschlagskraft trifft auf Düsseldorfer Abwehrbollwerk

Milan Brandt (links) ist weiterhin gesperrt.
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Milan Brandt (links) ist weiterhin gesperrt.

Wenn der SK Germania Herringen und der TuS Düsseldorf-Nord am Samstag aufeinander treffen, könnten die Unterschiede kaum größer sein.

Hamm – Es ist das Duell der besten Offensive gegen die stabilste Defensive der Liga, Spitzenreiter gegen den Liga-Fünften. Wenn der Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen am Samstag (18 Uhr, Glückauf-Sporthalle) den TuS Düsseldorf-Nord empfängt, könnten die Gegensätze kaum größer sein. 

63 Mal bejubelten die Herringer in dieser Spielzeit bereits einen eigenen Torerfolg. Davon weit entfernt ist der kommende Kontrahent aus Düsseldorf, der in seinen bislang ausgetragenen Begegnungen nicht gerade ein Offensivfeuerwerk entzündete. Ganze zwölf Treffer sprechen eine deutliche Sprache. 

Coach Zarod rechnet gegen Düsseldorf mit einem Geduldsspiel

Dass der Traditionsklub, der in den vergangenen Jahren in Hamm immer wieder für spannende Duelle sorgte, dennoch derzeit nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat, liegt an dem beinahe undurchdringbaren Abwehrbollwerk – und einem Keeper zwischen den Pfosten, der nicht gänzlich unbekannt ist. 

Lediglich neunmal musste Nationaltorwart Jan Kutscha hinter sich greifen. „Wir müssen den Abwehrriegel aufbrechen“, fordert SKG-Coach Christian Zarod. „Erst nach einem Rückstand der Düsseldorfer wird sich das System der Gäste verändern. Dann werden sich uns auch mehr Freiräume in der gegnerischen Hälfte ergeben“, rechnet er mit außerordentlich defensiv eingestellten Gästen, die über einen stabilen Abwehrblock per Konterspiel den Weg zum Herringer Tor suchen werden. 

Düsseldorfer Mauertaktik ist angesagt. Ein Ansatz, den Zarods Schützlinge am vergangenen Samstag in der European League gegen den spanischen Primus FC Barcelona zumindest im Ansatz verfolgten (2:7) – und trotz der Niederlage für stehende Ovationen bei den 600 begeisterten Zuschauern sorgten. 

SKG will mit der Euphorie im Rücken die Initiative übernehmen

Rund eine Woche später und mit der aufgenommenen Euphorie im Rücken ist der SKG zurück im Liga-Alltag angekommen. Und damit auch bei der Neuausrichtung der eigenen Taktik. Weniger abwarten und mehr die Initiative übernehmen lautet das Motto gegen einen Gegner, der seine Ligatauglichkeit trotz der aktuellen Platzierung bislang eindrucksvoll bewiesen hatte. 

„Düsseldorf hat erst vier Punktspiele absolviert, nur beim RSC Cronenberg verloren und drei sichere Erfolge eingefahren“, fasst Zarod zusammen, der lediglich auf die Dienste von Milan Brandt verzichten muss. Brandt ist nach seiner Rückkehr von Bison Calenberg nach Hamm noch bis zum Jahresende gesperrt. Dennoch wollen die Herringer die Tabellenführung gegen Düsseldorf weiter ausbauen.

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