SKG feiert ein Wiedersehen mit alten Bekannten

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Dominik Brandt (links)

HAMM - Ein Wiedersehen mit guten Bekannten steht für den SKG Herringen am elften Spieltag der Rollhockey-Bundesliga an. Am Samstag um 18 Uhr gastiert der noch ungeschlagene Spitzenreiter beim Aufsteiger SC Bison Calenberg, bei dem mit Dominik und Milan Brandt sowie Roman Harceg drei Ex-Germanen im Aufgebot stehen.

Für die Herringer ist es erst die zehnte Partie in der laufenden Spielzeit, da die Begegnung beim RSC Darmstadt auf Wunsch des Gegners bereits vor dem Saisonstart auf das nächste Wochenende verlegt wurde. Damit stehen die Herringer in der Bundesliga vor drei schweren Auswärtshürden in Folge: erst in Calenberg, dann in Darmstadt und am 2. März bei der RESG Walsum.

SKG-Trainer Detlef Schulz erwartet im Verlauf der Auswärtsbegegnungen bereits eine Vorentscheidung im Kampf um die Ausgangsposition in der Play-off-Runde. Die Herringer haben von Spiel zu Spiel an Selbstvertrauen gewonnen und wollen die Tabellenführung bis zum Ende der Rückrunde verteidigen. „Gelingt es uns, aus den drei Partien gegen Calenberg, Darmstadt und Walsum sechs Punkte zu holen, ist unser Ziel, von Platz eins in die Finalrunde zu starten, in greifbare Nähe gerückt“, sagt der Coach.

Nachdem zu Beginn der Woche drei Germanen aufgrund einer Grippe bei den Einheiten fehlten, stand Schulz am Donnerstag zum Abschlusstraining der komplette Kader zur Verfügung. Der Trainer erwartet trotz des 19:6-Kantersieges im Hinspiel eine enge Partie. Calenberg hat nichts mit dem Abstieg zu tun, liegt auf dem fünften Tabellenplatz und mit 14 Punkten nur knapp hinter den viertplatzierten Darmstädtern. Zudem ist der Aufsteiger besonders heimstark. Ein Grund ist der Hallenboden in der Sporthalle in Eldagsen. Vor einem Jahr verlor der Verein nach einem Brand die heimische Spielstätte, die bis auf das Fundament abbrannte. Aus der Not heraus wechselte der Verein nach Eldagsen. Dort müssen sich die Gäste – nach einer Sondergenehmigung des Verbandes – mit einem für das Rollhockey viel zu glatten Hallenboden und einer nur 25 cm hohen Trainingsbande abfinden. „Der Spielfluss ist für eine Mannschaft, die sich auf eine kleine Bande umstellen muss, schon extrem. Besonders an den Seiten hinter den Toren gehen viele Bälle über die Bande ins Aus, und damit kommt es zu vielen Spielunterbrechungen“, erklärt Schulz.

Trotz der Umstände setzt der Herringer Coach auf eine offensive Spielausrichtung. Mit Kevin Karschau (16 Treffer), Stefan Gürtler (15) und Lucas Karschau (11) stehen schließlich drei gefährliche Angreifer im Herringer Team. „Über ein druckvolles Angriffsspiel wollen wir den Aufsteiger in der Defensive binden“, sagt Schulz.

Doch auch die Niedersachsen haben keinen schlechten Kader. Bereits vor vier Jahren wechselte Milan Brandt nach Calenberg, war schon beim Aufstieg mit von der Partie. Vor dem Start zur laufenden Saison meldete sich Roman Harceg, der bei den Germanen in der zweiten Mannschaft spielte, bei den Niedersachsen an. In der Pause nach der Hinserie folgte Dominik Brandt seinem Bruder Milan. Der frühere Nationalspieler hatte in der vergangenen Spielzeit mit Verletzungen zu kämpfen und stand in der Hinrunde nur selten in der Stammformation des SKG. Über ständige Einsätze in Calenberg will er wieder den Anschluss zu finden. - mb

Die SKG setzt einen Fanbus ein, der am Samstag um 14.30 Uhr von der Firma Dargel aus startet. Anmeldungen unter Tel. 0163/3036832.

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