Drei Löcher beim Oberligisten zu stopfen

Neue Reize: Hoffmann soll in Rhynern Bechthold ersetzen

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Robin Hoffmann soll im Mittelfeld des SV Westfalia Rhynern neue Reize setzen und den zum Regionalliga-Aufsteiger RW Ahlen gewechselten Felix Bechtold ersetzen.

Hamm - Es sind drei große Löcher, die der SV Westfalia Rhynern in der neuen Saison zu stopfen hat. Zumindest für eines scheint es eine geeignete Lösung zu geben.

Rechtsverteidiger Michael Wiese und Mittelfeldstratege Felix Bechtold sind zum Regionalliga-Aufsteiger RW Ahlen gewechselt, Torjäger Philipp Hanke zog es zur Reserve von Borussia Dortmund. Zumindest für Bechtold scheint der Fußball-Oberligist vom Papenloh mit Robin Hoffmann vom TuS Ennepetal bereits einen perfekten Nachfolger gefunden zu haben.

„Robin ist natürlich ein ganz anderer Spielertyp als es Felix ist. Die beiden kann man schlecht vergleichen“, sagt Rhynerns Trainer Björn Mehnert. „Aber Felix kann man auch nicht 1:1 ersetzen. Wir haben daher ganz bewusst jemanden gesucht, der andere Reize setzt.“

Und dass er es überaus gut beherrscht, Gewinn bringende Reize zu setzen, hatte der 24 Jährige am vergangenen Sonntag beim 4:2-Sieg der Westfalia in Kirchhörde eindrucksvoll gezeigt. Mit viel Dynamik und Zug zum Tor war er in der ersten Halbzeit bis zu seiner Auswechslung an zahlreichen gefährlichen Aktionen beteiligt, harmonierte mit seinen Nebenleuten prächtig und war Taktgeber im zentralen Mittelfeld. „Wir haben super nach vorne kombiniert und richtig klasse Fußball gespielt. Das sah schon sehr vielversprechend aus“, betont Hoffmann. „Man merkt, dass die Jungs hier alle gut mit dem Ball umgehen können. Und unser Trainer fordert auch von uns, dass wir die Kugel laufen lassen und viel ausprobieren sollen.“

Den Kontakt zwischen der Westfalia und Hoffmann hatte Jan Apolinarski hergestellt. Denn nach seinem Umzug nach Neheim war dem Mittelfeldakteur die Fahrerei nach Ennepetal zum Training und zu den Spielen zu viel geworden. „Für die rund 75 Kilometer war ich jedes Mal eine Stunde unterwegs. Jetzt sind es nach Rhynern 25 Kilometer, das ist viel praktischer“, sagt Hoffmann – und fügt hinzu: „Und man wechselt natürlich gerne zu einer Mannschaft, die oben mitspielt.“

Dass die Papenloh-Elf dies wieder gelingen wird, davon ist der Neuzugang überzeugt – trotz der Abgänge der drei Stammspieler. „Rhynern ist eine Mannschaft, gegen die es schwer ist, zu Chancen zu kommen. Das habe ich mit Ennepetal am eigenen Leib erfahren“, betont er. „Das Team hat in der vergangenen Saison jedenfalls nicht zu unrecht da oben gestanden.“

Und damit Ähnliches auch in der kommenden Spielzeit gelingt, dazu soll Hoffmann, der in Iserlohn BWL studiert, seinen Teil zu beitragen. „Robin ist ein Spieler, der viel unterwegs ist, der eine gute Schusstechnik hat und der gerne den Abschluss sucht. Ich hoffe und denke, dass wir an ihm noch viel Freude haben werden“, erklärt Mehnert.

Eine Menge Freude hat Hoffmann aber schon jetzt, obwohl die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat. „Ich bin hier super aufgenommen worden. Es macht eine Menge Spaß, in Rhynern Fußball zu spielen. Bislang bin ich sehr zufrieden und kann nur sagen, dass es eine super Entscheidung war, hier hin zu wechseln“, sagt der Student, der natürlich hofft, auch in den Meisterschaftspartien eine ähnlich prägende Rolle einzunehmen wie in den bisherigen Testspielen. Und wie es Felix Bechtold über Jahre getan hat.

Rhynern spielt am Mittwochabend in Münster

Um 19 Uhr gastiert der SV Westfalia Rhynern heute Abend in Münster, wo er gegen die U23-Mannschaft des SC Preußen antreten wird. „Das ist ein Gegner, bei dem die Jungs fußballerisch richtig gut ausgebildet sind“, erwartet Trainer Björn Mehnert ein Team, das seine Schützlingen fordern wird. Verzichten muss die Elf vom Papenloh dabei unter anderem auf Jan Apolinarski und Christoph Debowiak, die am Sonntag noch beim 4:2-Erfolg in Kirchhörde mitgewirkt hatten. Die beiden nehmen bis zum 28. Juni an der europäischen Hochschulmeisterschaft im kroatischen Oskijek teil. A

polinarski hatte sich in Kirchhörde zwar einen Kapsel-anriss zugezogen, trat die Reise aber mit an. „Da kann er jeden Tag behandelt werden“, meint Mehnert, der zudem wieder auf Gerrit Kaiser, Yannik Kastner und Jan Kleine zurückgreifen kann. „Wir wollen weiter unsere Formation finden und einige Dinge testen“, so der Coach.

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