Handball

ASV: "Der Druck wird immer größer"

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Marten Franke

Nach dem Heimsieg über den ThSV Eisenach steht für den ASV Hamm-Westfalen am Freitag wieder eine  Reise an. Beim VfL Lübeck-Schwartau soll am Freitag (19.30 Uhr/Hansehalle) dabei der erste Auswärtserfolg im Jahr 2020 gelingen.

Hamm – Zweimal ist der ASV Hamm-Westfalen im Jahr 2020 in der 2. Handball-Bundesliga in fremder Halle angetreten – zweimal ging das Team von Trainer Kay Rothenpieler als Verlierer von der Platte. Zeit, um etwas zu ändern – wenn die Mannschaft weiter in den Kampf um die Aufstiegsränge eingreifen will. „Generell wird es jetzt immer schwieriger“, weiß der Trainer. „Der Druck wird immer größer. Wir haben zuletzt schon ein paar Punkte liegen gelassen, deswegen wäre es gut, mit einer kleinen Serie in die Topspiele zu gehen.“

Denn in eigener Halle werden die Hammer in den kommenden Wochen auf die direkten Konkurrenten Tusem Essen und HSC Coburg treffen. Begegnungen, die entscheidend zur Beantwortung der Frage beitragen werden, in welche Richtung die ASV-Reise in der heißen Phase der Saison gehen wird. Soweit mag Rothenpieler allerdings noch gar nicht denken. „Wenn die ich mir die vergangenen Spiele ansehe, glaube ich nicht, dass wir in der Lage sind, zu träumen“, sagt er. „Wir sollten den Fokus nur auf das jeweils nächste Spiel legen. Und natürlich stellt die Aufgabe in Schwartau für uns eine hohe Hürde dar – die wir mit einer guten Wurfqualität an einem guten Tag lösen können, die wir aber genauso gut als Verlierer beenden können, wenn nicht alle Rädchen ineinander greifen.“

Die Trainingswoche nach dem 32:27-Erfolg gegen Eisenach lief zumindest in einer positiven Atmosphäre ab. Allerdings gab es auch den einen oder anderen Ausfall zu beklagen. So hat Abwehrspezialist Markus Fuchs aufgrund einer leichten Erkältung zwei Tage nicht trainiert, stieg am Donnerstag aber ebenso wieder ins Training ein wie Jan Brosch, der zwischenzeitlich mit Rückenproblemen passen musste. Auch der Trainer ist erkältungstechnisch leicht angeschlagen – was im Hammer Lager trotz sensibler Coronavirus-Zeiten aber keine Beunruhigung verursacht.

"Wir brauchen den einen oder anderen, der über sich hinaus wächst."

Viel mehr Gedanken macht sich der Coach darüber, ob es im Schatten des Lübecker Holstentors den Hammern gelingen wird, auf der Platte zur Topform zu finden. „Wir brauchen in diesen Spielen den einen oder anderen, der über sich hinaus wächst“, fordert Rothenpieler. „So, wie wir es in der Hinrunde oft gehabt haben. Etwa eine überragende Torhüterleistung. Oder einen Oli Milde, der im Hinspiel acht Tore gemacht und gegen seinen Ex-Klub eine überragende Leistung geboten hat.“

Auch Marten Franke wäre so ein Kandidat, der gegen die Ex-Kollegen noch ein paar Prozente aus sich herauskitzeln kann. Für den Rechtsaußen geht es wie vor zwei Wochen in Emsdetten gegen einen seiner ehemaligen Vereine. Dass er zuletzt gegen Eisenach nicht begonnen hat, empfand Franke angesichts der gewonnenen Punkte als „völlig egal. Jan Pretzewofsky und ich sind ein super Duo auf Rechtsaußen. Jeder gönnt es dem anderen. Wenn ich dann zum Schluss, so wie gegen Eisenach, eine Viertelstunde reinkomme, weil er eine Zweiminuten-Strafe bekommen hat, dann gebe ich alles. Alles andere zählt für mich nicht – nur die Mannschaft.“

Besondere Motivation für Ex-Lübecker Milde und Franke

Dass er zuletzt ein wenig angefressen auf der Bank gesessen haben mag, ist für seinen Trainer ein positives Zeichen. „Wenn er mit Wut im Bauch so spielt wie gegen Eisenach, kann er das gerne machen“, lobt Rothenpieler den Ex-Schwartauer. Shon jetzt darauf festlegen, wer in Lübeck auf Rechtsaußen beginnen wird, will er sich aber nicht. „Marten hat Reaktion gezeigt, hat gut trainiert. Pretze aber auch – daher ist es jetzt Gefühlssache, wer von beiden startet. Frankie hat eine gewisse Qualität, gerade wenn er in den Rückraum herumkommt – und er besitzt individuelle Klasse, die wir brauchen.“ Franke fühlt sich bereit: „Wenn ich spiele, werde ich versuchen. meine Qualitäten einzubringen“, sagt er und sieht den Erfolg gegen Eisenach als große Hilfe für die kommenden Aufgaben. „Eine Mannschaft braucht Erfolge, um wieder in die Spur zu kommen“, sagt er. „Den ersten Stein haben wir da gesetzt.“ Der zweite soll am Freitag folgen.

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