Rhynerns Trainer Mehnert warnt seine Spieler

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Rhynerns Trainer Björn Mehnert gastiert mit seinen Schützlingen am Samstag beim FC Gütersloh.

Hamm - Es war ein Sieg, der gut getan hat. Weil er sich auf dem Punktekonto mit drei Zählern positiv niedergeschlagen hat. Und weil er bei den Spielern das nach den zahlreichen Niederlagen etwas verloren gegangene Selbstvertrauen ein Stück weit wieder zurückgebracht hat. Aber Björn Mehnert, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, hat nach dem klaren 5:1-Sieg seiner Mannschaft beim Tabellenletzten SV Zweckel nicht nur positive Signale vernommen. „Natürlich tut so ein Erfolgserlebnis immer gut“, sagt der Coach vor der vorgezogenen Auswärtspartie am Samstagnachmittag im Heidewaldstadion beim FC Gütersloh (Anstoß 15 Uhr). „Aber so etwas darf nicht in Selbstzufriedenheit umschlagen.“

Aber genau dies will Mehnert im Laufe dieser Trainingswoche bei einem Teil seiner Akteure festgestellt haben. „Für mich ist so etwas völlig unverständlich. Wir haben einen Sieg gegen das Schlusslicht der Liga eingefahren – und nicht mehr“, stellt der 39-Jährige klar, der daher auch bereits während der Übungseinheiten mit seinen Akteuren gesprochen hat. „Natürlich war das in Zweckel eine ordentliche Vorstellung auf einem schwer zu bespielenden Boden. Aber ich kann nur jeden einzelnen und die gesamte Mannschaft waren: Mir fehlt der unbedingte Siegeswille. Ein Dreier zählt doch gar nicht, das ist doch nichts. Ich bin da anders, ich will immer gewinnen – egal, ob das ein Trainingsmatch, ein Torschusswettbewerb oder eine Meisterschaftspartie ist.“

Der unbedingte Wille wird in Ostwestfalen aber nötig sein. Die Gütersloher haben zwar drei Zähler weniger auf dem Konto als die Rhyneraner (15 Punkte), haben aber noch ein Nachholspiel zu absolvieren und zeigten zuletzt bei ihrem Gastspiel in Aplerbeck eine beeindruckende Moral. Nach einem 0:2-Rückstand beim ASC 09 Dortmund drehte der FCG in Unterzahl die Partie und siegte am Ende mit einem Feldspieler zwischen den Pfosten noch mit 3:2. „Das zeigt, wie viel Qualität die Mannschaft hat und wie intakt sie ist“, sagt Mehnert. „Ich schätze Gütersloh jedenfalls stark ein. Das wird da für uns nicht von alleine gehen.“

Verzichten muss die Westfalia neben den beiden langzeitverletzten Aaron Vasiliou und Markus Maier erneut auf den rotgesperrten Innenverteidiger David Schmidt und auf Mittelfeldakteur Torben Menne (Patellasehnenprobleme). Zudem stehen hinter den Einsätzen von Dustin Wurst, der in Zweckel aufgrund muskulärer Probleme vorzeitig den Platz verlassen musste, und Felix Böhmer, der beim Training auf die Schulter gefallen war, dicke Fragezeichen. „Wir müssen abwarten, ob die beiden auflaufen können“, so Mehnert. - –pad–

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