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Rhynerns Trainer Kaminski mit einem guten Gefühl nach Erndtebrück

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Von: Rainer Gudra

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Gianluca Di Vinti klagte zuletzt über Adduktorenprobleme, dürfte in Erndtebrück aber dabei sein. © Reiner Mroß/Digitalbild

Der erste Blick auf die Tabelle der Oberliga-Westfalen trügt: Westfalia Rhynern als Primus und TuS Erndtebrück als Schlusslicht sind enger beisammen als es den Anschein hat.

Hamm - Weiter können Gegner in der Tabelle nicht auseinander liegen. Wenn der SV Westfalia Rhynern an diesem Sonntag zum fünften Spieltag der Fußball-Oberliga Westfalen beim TuS Erndtebrück antritt (16 Uhr, Pulverwaldstadion), dann als Ligaprimus beim Schlusslicht – zwölf Punkte und 11:1 Tore stehen eine Null und 2:13 Treffer gegenüber.

Debüt auf neuem Kunstrasen

„Das heißt aber nichts“, sagt Westfalia-Trainer Michael Kaminski. „Schließlich haben sie einmal gar nicht gespielt, und dann dreimal auswärts wegen ihrer Platzgeschichte. Das ist ja nun einmal kein optimaler Start.“ Erst am Donnerstag war der neue Kunstrasen in Erndtebrück endgültig mit Sand aufgefüllt sowie freigegeben worden – und eine mögliche Verlegung des Spiels nach Benfe vom Tisch, sodass Rhynern nun Premierengast ist. „Jetzt wollen sie sicher ihre Auftaktserie beenden“, sagt Kaminski. „Und so schlecht wie der Tabellenplatz sind sie garantiert nicht. Sie haben auch im letzten Jahr eine gute Runde gespielt.“

Acht Pflichtspiele, acht Siege

Dennoch spricht alles für die Gäste, die in dieser Saison alle acht Pflichtspiele gewonnen haben (vier im Pokal, vier in der Punkterunde), und die aus den letzten sechs Spielen gegen den TuS fünf Siege und ein Unentschieden bei einem Torverhältnis von 18:4 geholt haben. „Auch deshalb gehen wir auch mit einem guten Gefühl in das Spiel. Die Jungs sind gut drauf und wir haben einen guten Kader beisammen.“

Di Vinti und Lorenz dabei

Bis auf Lennard Kleine, der weiter an seinem Comeback arbeitet, und Marvin Joswig (Kreuzbandriss) hat Kaminski seinen kompletten Kader zur Verfügung. Zwar klagten Gianluca Di Vinti (Adduktoren) und Tim Lorenz (Achillessehne) nach dem Spiel gegen Clarholz über Beschwerden, doch beim Freitagstraining standen beide wieder auf dem Platz. „Es sieht gut aus, dass sie Sonntag dabei sein werden“, sagt Kaminski.

Nach Umzug wieder Liga-Alltag

Dieser ist erst einmal froh, mit seinem Team den Rummel rund um den Auszug am Papenloh und den Einzug in das neue Stadion ein paar Schritte weiter so gut überstanden zu haben. „Es hat alles gepasst, es war eine tolle Woche für den ganzen Verein“, sagt der Westfalia-Trainer, dessen Team mit dem 4:0 gegen Victoria Clarholz vor mehr als 1 000 Zuschauern das i-Tüpfelchen gesetzt hatte. „Es hat vor dieser Kulisse einfach richtig Spaß gemacht“, sagt Kaminski, auch wenn er eingestehen musste, am Tag vorher ein wenig nervös gewesen zu sein. Die Begegnung war schließlich kein Selbstläufer. Aber sein Team fand sich in dem neuen Umfeld auf Anhieb zurecht. Nun folgt wieder der Alltag. „Aber den kennen wir ja, den haben wir sonst auch immer“, sieht Kaminski keine Umstellungsprobleme.

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