Rhynerns Straßenfußballer wollen in Schermbeck punkten

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Hofft, dass Train Björn Mehnert wieder auf ihn setzt: Felix Krellmann.

Hamm -  Großes Vergnügen hatten die Oberliga-Kicker des SV Westfalia Rhynern in dieser Saison bislang selten. Vor allem nicht am vergangenen Sonntag bei der 1:3-Niederlage gegen den SC Roland Beckum.

Daher hat Trainer Björn Mehnert am Dienstag beim ersten Training den dem vor allem im ersten Durchgang desolaten Auftritt sofort zu den Akten gelegt, nicht mehr über die Leistung seiner Schützlinge gesprochen, sondern für die komplette Woche inklusive des Auswärtsspiels am Sonntag beim SV Schermbeck (Anstoß 15 Uhr) das Motto „Straßenfußball“ ausgerufen.

„Ich hatte das Gefühl, dass es momentan keinen Sinn macht, über Taktik zu reden oder die Jungs in ein System zu zwängen, sondern sie sollen Spaß haben. Fußball ist ja bekanntermaßen die schönste Nebensache der Welt, das sollen sie ausleben“, sagt der Coach. „Die Jungs sollen sich nicht von Niederlagen verrückt machen oder sich runterziehen lassen, die Kickerei soll nicht zur Belastung werden. Sondern sie sollen Freude am Sport haben.“

So wurde in dieser Woche viel mit dem Ball gemacht, laut Mehnert stand der „Funfaktor“ im Vordergrund. „Es wirkte keiner geknickt, es wurde viel gelacht“, versichert der 39-Jährige, der sogar die Abschlussspiele frei von taktischen Zwängen oder Vorgaben austragen ließ. So haben zum Beispiel am Donnerstag die in einer Partnerschaft lebenden Akteure gegen die Singles gespielt – und die Trainigspartie am Ende des Übungsabends zu ihren Gunsten entschieden.

Auch für Sonntag hat er sich daher keine besonderen Gedanken darüber gemacht, in welcher Formation sein Team agieren wird, ob er wieder einmal auf fünf Abwehrspier setzt oder weiter auf das zwar bewährte, zuletzt aber erfolglose 4-2-3-1-System. Und selbst die personelle Besetzung steht für ihn in Schermbeck nur an zweiter Stelle. Markus Maier und Aaron Vasiliou sind weiter verletzt, Torben Menne ist beruflich verhindert und Mannschaftskapitän Dustin Wurst ein letztes Mal gesperrt.

Dafür steht Robin Hoffmann wieder zur Verfügung. Und auch Felix Krellmann hat sich mit guten Trainingsleistungen wieder für einen Platz in der Anfangsformation empfohlen. „Es geht jetzt nicht darum, wer spielt. Oder mit welcher Taktik wir auflaufen. Viel wichtig sind der Wille, die Leidenschaft, die Lust und die Bereitschaft, füreinander da zu sein“, betont Mehnert. „So wie das früher bei den Straßenfußballern war. Da wurde auch nicht lange geredet, sondern die Jungs wollen spielen, eine Einheit sein und gewinnen. Darum geht es für uns auch. Geredet und geschrieben wurde schon mehr als genug.“

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