Neuling Heessen fehlt noch die Durchschlagskraft: Rhynern II siegt

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Die Heessener Basoglu und Schendzielorz klären hier vor Rhynerns Jonas Michler.

Hamm - Aus dem erhofften Punktgewinn bei der Rückkehr in die Bezirksliga wurde nichts. Aufsteiger SVE Heessener startete gestern vor 70 Zuschauern im Marienstadion bei Dauerregen mit einer 1:2 (1:2)-Niederlage im Derby gegen die zweite Mannschaft von Westfalia Rhynern in die Saison.

Ein Ergebnis, mit dem am Ende sogar beide Trainer nicht unzufrieden waren. „Angesichts unserer personellen Situationen bin ich natürlich sehr froh über die drei Punkte“, meinte Gästecoach Thomas Schneider nach dem Schlusspfiff. Und sein Heessener Kollege Marian Christel sammelte die Erkenntnis, „dass meine Mannschaft in der höheren Klasse nicht untergehen wird und durchaus mithalten kann. Das stimmt mich für die kommenden Wochen durchaus positiv.“

Obwohl der Westfalia gleich fünf wichtige Akteure fehlten, war Rhynern im ersten Durchgang die tonangebende Mannschaft. Der Neuling zeigte zunächst großen Respekt vor dem Vizemeister des Vorjahres, überließ den Gästen das Mittelfeld. Auffälligster Akteur bei Rhynern war der kleine Marcel Scholtysik. Der 18-Jährige, der von Rot-Weiss Ahlen zum Papenloh gewechselt war, war nicht nur stark in den Dribblings, sondern demonstrierte auch eine gute Übersicht. Und war torgefährlich. Nach elf Minuten traf er aus 20 Metern nur den rechten Pfosten des Heessener Tores. Kurz darauf hieß es 0:1. Nach einer Standardsituation konnte die SVE-Abwehr nicht konsequent genug klären. Der Ball fiel Julius Schakulat genau vor die Füße. Aus kurzer Distanz hatte er keine Mühe mehr, Schlussmann Christoph Graf zu bezwingen. Der Treffer hinterließ Wirkung. Der SVE war verunsichert, hatte in der Offensive kaum gute Aktionen. Und geriet immer wieder in Bedrängnis. So riss Marvin Dick den frei durchgelaufenen Scholtysik im Strafraum um. Schiedrichter Matthias Sosna aus Unna zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Scholtysik selbst bewies Nervenstärke und verwandelte eiskalt zum 0:2 (28.). Wie aus dem Nichts fiel nach 40 Minuten der Anschlusstreffer. Nach einem Pass von Alessandro Palermo stand Tarik Basoglu plötzlich ganz frei und schob sicher zum 1:2 ein.

Im zweiten Durchgang drohte die Partie zunächst zu kippen. Die Heessener wurden mutiger, attackierten die Westfalia schon in deren eigener Hälfte. „In dieser Phase hat unserer jungen Mannschaft die Hierarchie der Führungsspieler gefehlt“, meinte Trainer Schneider. „Allerdings haben wir hinten recht gut gestanden und nichts zu-gelassen.“ Lediglich fünf Minuten vor dem Ende besaßen die Platzherren durch einen Kopfball von Dick eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Allerdings hatte Rhynern zuvor bereits für die Entscheidung sorgen müssen. So lief der eingewechselte Dimitrij Seludko nach einem „Zuckerpass“ von Scholtysik allein auf Graf zu, scheiterte aber am Heessener Schlussmann. (70.). Die direkt folgende Ecke köpfte wiederum Seludko dem SVE-Torhüter unbedrängt genau in die Arme. Die Gastgeber warfen zwar in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn, doch zwingende Möglichkeiten erarbeiten sie sich dabei nicht mehr.

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