Rhynerns Reserve sichert zweiten Platz - Relegation gegen Wethmar

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Hamm - Mit einem verdienten 3:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den SV Lippstadt 08 II sicherte sich Westfalia Rhynern II das Ticket für die Aufstiegsrunde zur Landesliga und darf am kommenden Donnerstag gegen Westfalia Wethmar um den Aufstieg spielen. Der Weg dahin war jedoch ein hartes Stück Arbeit.

„Das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde, wo wir aufgrund unserer Chancenverwertung den einen oder anderen Punkt liegen gelassen haben“, haderte Rhynern-Trainer Thomas Schneider nach dem Abpfiff ein wenig mit der Torausbeute. Dabei begann die Partie gut für die Elf vom Papenloh, die gleich druckvoll startete, und nach fünf Minuten in Führung ging. Frederic Ebel spielte einen langen Pass in die Spitze auf Kevin Messner, der den Ball gekonnt mitnahm und aus spitzem Winkel zum 1:0 einnetzte.

Lippstadt fand in der Anfangsphase überhaupt nicht ins Spiel. Das einzige offensive Ausrufezeichen der Gäste setzte Jonas Bölter, dessen Schuss Rhynern-Keeper Maximilian Eul aber stark parierte. Danach verpassten es auch die Gastgeber ihre klaren Chancen zu nutzen. Zunächst scheiterte Mergim Deljiu aus zwölf Metern, ehe auch Kevin Messner – aus einer ähnlichen Situation wie beim 1:0 heraus – von Gäste-Torhüter Jonas Drees noch entscheidend gestört wurde (23./24.).

Kurz vor dem Pausenpfiff mussten beide Teams ungewollt das erste Mal wechseln. Erst verletzte sich Rhynerns Marius Michler und wurde von Sebastian Jakob ersetzt (41.), ehe Lippstadts Bölter sich beim Versuch den Ball zu gewinnen ebenfalls zu Boden ging und vom Feld musste. Für ihn kam Jacek Litzbarski (45.). Michler wird der Westfalia wohl auch am Donnerstag fehlen: „Es sieht schwer nach einer Zerrung aus“, sagte Schneider.

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Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Rhynern hatte das Heft des Handelns weiter fest in der Hand und erarbeitete sich Chancen. Die aussichtsreichste Möglichkeit vergab Messner, der Drees zunächst den Ball abluchste, dann aber zu lange zögerte und schließlich aus fünf Metern über den Kasten schoss (53.). Das rächte sich wenig später, denn die Westfalia-Abwehr ließ Lippstadt in der 57. Minute zu viel Raum, sodass eine Flanke den in der Mitte lauernden Litzbarski erreichte. Der köpfte sicher gegen die Laufrichtung von Eul ein. Plötzlich stand es nur noch 1:1. Die Hausherren brauchten aber nicht lange, um die passende Antwort zu finden. Kapitän Jan Kleine behauptete stark einen langen Pass und setzte Jakob in Szene, der zum umjubelten 2:1 traf (59.).

Im Anschluss ließen die Rhyneraner Offensivspieler wieder ein wenig Zielstrebigkeit vermissen und nutzten weitere Chancen durch Kleine und den eingewechselten Dimitrij Seludko, der nur an die Latte köpfte, nicht (61./76.). Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Andrei Lorengel per Foulelfmeter für die Entscheidung, nachdem Kleine zu Fall gebracht worden war und setzte damit den Schlusspunkt der Partie.

„Die Mannschaft hat sich den zweiten Platz mit guten Leistungen über zehn Monate verdient. Sie hat fußballerisch gute Spiele abgeliefert, das hat man auch heute wieder in Ansätzen gesehen“, lobte Schneider sein Team. Unter Aufstiegsdruck sieht er seine Mannschaft aber nicht: „Wir sind die Mannschaft, von der man es am wenigsten erwartet.“ - csp

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