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Hakan Sezer im Interview: Die Chance ist da – und die Chance wollen wir nutzen

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Von: Patrick Droste

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Rhynerns Hakan Sezer (links) hofft, dass er am Sonntag gegen Wattenscheid wieder trifft.
Rhynerns Hakan Sezer (links) hofft, dass er am Sonntag gegen Wattenscheid wieder trifft. © Droste

Mit einem Sieg am Sonntag (15 Uhr) gegen die SG Wattenscheid 09 kann der SV Westfalia Rhynern am Papenloh am ehemaligen Bundesligisten vorbeiziehen und auf Rang drei in der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga springen.

Hamm –Vor der Partie, zu der die Westfalia deutlich mehr als 500 Zuschauer erwartet, hat Patrick Droste mit Hakan Sezer, mit 21 Treffern der Toptorjäger der Liga, über die Rhyneraner Aufstiegsträume und über seine weitere Zukunft gesprochen.

Herr Sezer, wie viel Spaß bereitet Ihnen und Ihren Teamkollegen die Aufstiegsrunde, in der sich die Topteams der Liga duellieren und fast jede Partie richtungweisend ist?

Das macht uns Spielern einen riesengroßen Bock. Man trifft nur auf die Mannschaften von oben. Und wenn man dann selbst noch ein Wörtchen im Rennen um den Aufstieg mitreden kann, dann ist das noch cooler. Man weiß in jedem Spiel, worum es geht. Mit jedem Sieg können wir näher an die beiden Aufstiegsplätze heranrücken, Mit jedem Punktverlust wird es aber auch schwerer, das Ziel zu erreichen.

Ist es wirklich das große Ziel, nach 2017 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Regionalliga-Aufstieg zu schaffen?

Da braucht man ja nicht lange drum herum zu reden. Ein Blick auf die Tabelle reicht da. Die Chance ist da – und die Chance wollen wir nutzen. Wir müssen nicht unbedingt, aber wir möchten gerne hoch und würden uns definitiv nicht dagegen wehren, den Sprung zu schaffen. Daher ist jedes Spiel für uns jetzt ein kleines Endspiel.

In der Aufstiegsrunde gab es eine 2:3-Niederlage in Kaan-Marienborn, dann einen 1:0-Sieg gegen Gütersloh. Dadurch hat die Westfalia einen Rückstand von fünf Punkten auf einen Aufstiegsplatz. Wie sehen Sie die Situation?

Wir hatten schon zwei Brocken. Und mit Wattenscheid und der Partie danach in Paderborn kommen direkt die nächsten zwei. Wir hatten uns erhofft, aus Kaan zumindest ein Unentschieden mitzubringen. Aber es sind jetzt nun mal Kleinigkeiten, die die Spiele entschieden. In Kaan haben wir einen Elfer gegen uns bekommen und hatten beim dritten Tor nicht aufgepasst. Gegen Gütersloh war es ein Standard, der uns den Sieg gebracht hat.

Wie groß ist Ihre Vorfreude auf die Partie, zu der die Gäste viele Fans mitbringen werden, in der Sie mit einem Sieg näher an die Aufstiegsplätze heranrücken können und die wieder am Papenloh stattfindet, wo Sie in dieser Saison erst ein Spiel verloren haben?

Die ist bei uns allen riesig. Wir haben alle richtig Bock. Klar gibt es da nicht viele Tormöglichkeiten, aber die wenigen muss man einfach nutzen. Wir wollen das Spiel definitiv gewinnen.

Sie führen mit 21 Treffern die Torschützenlist an, haben aber in der Aufstiegsrunde noch nicht getroffen. Wird sich dies gegen Wattenscheid ändern?

Dass ich in zwei aufeinanderfolgenden Spielen kein Tor erzielt habe, hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. In erster Linie bin ich für die Mannschaft da, ob mit Toren oder Vorlagen. Klar suche ich mir die Motivation für mehr Tore, das ist ganz normal.

Mit Ihren 21 Treffern haben Sie natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt. Wie sieht es bei Ihnen im Hinblick auf die kommende Saison aus? Ihre Zusage steht noch aus?

Derzeit ist das alles noch unklar.

Ist es denn auch möglich, dass Sie weiter in Rhynern bleiben? Und würde ein Aufstieg mit der Westfalia die Chancen erhöhen, dass Sie bleiben?

Ich kann da augenblicklich nichts zu sagen, außer, dass durchaus auch weiter die Chance besteht, dass ich bleibe, weil ich mich in Rhynern einfach wohlfühle.

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