Rhynern will seinen Lauf gegen den Marl-Hüls fortsetzen

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Nach Verletzung wieder im Kader: Rhynerns Kapitän Dustin Wurst (Mitte).

Hamm - Es läuft bei den Oberliga-Fußballern des SV Westfalia Rhynern. Seit dem Ende der Winterpause haben sie sieben ihrer acht Partien gewonnen. Das klingt gut. Fast so gut wie acht aus neun. So soll die Quote nach dem Nachholspiel am Mittwoch gegen den Aufsteiger TSV Marl-Hüls (19.30 Uhr, Sportplatz Papenloh) lauten.

Beim 7:1 fegten die Rhyneraner am vergangenen Samstag über den SV Schermbeck hinweg wie der Sturm über ein freies Feld. Sechs Tore erzielte die Mannschaft von Björn Mehnert allein in der zweiten Halbzeit. Das, glaubt der Trainer, wird am Mittwoch wohl nicht geschehen. „Es wird ein ganz anderes, ein deutlich schwierigeres Spiel als gegen Schermbeck. Marl-Hüls hat eine ordentliche bis gute Oberliga-Mannschaft und verfügt außerdem über Spieler mit großer individueller Klasse“, so Mehnert. Wie gut, das erfuhr Rhynerns Liga- und Stadtrivale Hammer SpVg, der am Freitag in Marl mit 0:3 verlor.

Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen dem Heim- und dem Auswärts-TSV. Im eigenen Loekampstadion ist das Team von Coach Michael Schrank eine Macht, in der Fremde dagegen ein Punktelieferant. Der Klub aus dem nördlichen Ruhrgebiet verlor neun seiner bislang zwölf Partien auf des Gegners Platz – der Hauptgrund, warum der vor Saisonstart als Aufstiegskandidat gehandelte Traditionsverein nur im Tabellenmittelfeld steht.

„Der TSV ist eine kleine Wundertüte. Aber er ist in der Lage, auch auswärts jede Mannschaft zu schlagen“, sagt Mehnert und warnt seine Akteure vor allem vor Taktgeber Sebastian Westerhoff: „Er ist ein Spielgestalter, der nicht nur seine Nebenleute immer wieder exzellent in Szene setzt, sondern auch bei Standards sehr gefährlich ist.“ Das ist er: Gegen die HSV traf er per Freistoß den Innenpfosten und bereitete kurze Zeit später das 1:0 vor – ebenfalls per Freistoß. Und ganz vorne sorgt beim TSV Torjäger Michael Smykacz (17 Treffer) für große Gefahr.

Über solch einen Goalgetter verfügt auch Rhynern. Wieder. Lennard Kleine wird am Mittwoch nach der verletzungsbedingten Zwangpause gegen Schermbeck ebenso in den Kader zurückkehren wie Kapitän und Verteidiger Dustin Wurst. Beide haben schmerzfrei trainieren können. Letzteres gilt auch für Thanh-Tan Tran, für den ein Einsatz allerdings zu früh kommt. „Wir haben noch einige Spiele in dieser Saison vor uns und wollen daher kein Risiko eingehen“, sagt Mehnert, der weiter auf Felix Böhmer und Robin Hoffmann verzichten muss.

Die Zielsetzung für das Nachholspiel vom 21. Februar ist klar: „Wir haben einen guten Lauf. Wir müssen mit hohem Tempo unser Spiel durchbringen und aufpassen, dass wir dem Gegner nicht zu viele Standards gestatten“, so Mehnert. Zu gerne würden die Rhyneraner ihre Serie fortsetzen: Seit der Rückrunde hat die Mannschaft keinen Gegentreffer mehr nach einem ruhenden Ball kassiert. „In der Hinrunde waren wir hinten anfällig. Aber wir haben einige Dinge verändert. Die Anordnung ist eine andere, und die Jungs sind sehr wachsam“, lobte Mehnert.

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