Trainer Björn Mehnert strahlt Ruhe aus

Westfalia Rhynern will trotz Fehlstart nicht in Panik oder Hektik verfallen

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Muss effektiver im Abschluss werden: Lennard Kleine.

Hamm - Björn Mehnert ist die Ruhe selbst. Zumindest derzeit noch. „Es ist nichts Dramatisches passiert. Wir werden jetzt nicht in Hektik oder Panik verfallen, haben auch keinen Druck“, sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern angesichts des missratenen Starts seiner Mannschaft in die neue Saison. „Noch sind wir im Soll. Wenn wir am Sonntag gegen Ennepetal gewinnen, dann haben wir sogar einen Punkt mehr als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr.“

Die bisherige Bilanz ist allerdings alles andere als berauschend. Im Westfalenpokal verlor die Elf vom Papenloh in der ersten Runde bei den Sportfreunden Siegen mit 0:2 und musste die Partie nach einem Platzverweis gegen Martin Zakrzewski zu zehnt beenden.

Im Kreispokal setzte es eine 1:3-Pleite im Lokalderby bei der Hammer SpVg – nach einer Gelb-Roten Karte gegen Kevin Messner. Am Sonntag unterlag die Westfalia beim Aufsteiger TSV Marl-Hüls gar mit 0:5 – dieses Mal wurde Christoph Debowiak bereits nach 25 Minuten zum Duschen geschickt.

Der einzige Punktgewinn resultiert aus dem Auftaktspiel,als sich die Rhyneraner zuhause mit 0:0 von den Sportfreunden aus Siegen trennten. „Ich habe aber immer gesagt, dass wir dieses Jahr vier bis fünf Wochen brauchen, um in Form zu kommen. Und es sind erst zwei Wochen vergangen“, sagt Mehnert. „Unsere Vorbereitung war nicht optimal, weil wir unseren Kader erst so spät komplett hatten.“

3:1 - HSV besiegt Rhynern im Kreispokal nach Verlängerung

Dennoch ist der Coach, der weiter auf wichtige Akteure aus Verletzungsgründen verzichten muss, nicht einmal unzufrieden damit, wie sich seine Mannschaft bislang fußballerisch präsentiert hat. „Ich will nicht schlecht reden. Ich denke, wir haben nicht schlecht gespielt, waren teilweise sogar dominant“, erinnert er an die durchaus guten Leistungen jeweils in der Anfangsphase im Pokal gegen Siegen, gegen die Hammer SpVg und gegen Marl-Hüls.

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - Sportfreunde Siegen 0:0

„Jedes Mal hatten wir dicke Chancen liegen gelassen und sind dann dafür bestraft worden. Wir müssen an unserer Effektivität arbeiten und zielstrebiger werden“, betont Mehnert und trauert Philipp Hanke nach, der im Sommer zur U23 von Borussia Dortmund gewechselt ist: „Uns fehlt seine Treffsicherheit, er hätte sicher das eine oder andere Tor gemacht.“

Aber es ist nicht nur die Abschlussschwäche, die den Rhyneranern Sorgen bereitet. Sondern auch die Tatsache, dass das Team in drei von vier Spielen beim Abpfiff mit einem Akteur weniger als der Gegner auf dem Platz stand. „Die Feldverweise in Siegen und bei der HSV waren Fouls nach individuellen Fehlern, das kann immer passieren. Aber die Gelb-Rote Karte gegen Debo sehe ich separat. Ich kann jetzt schon sagen, dass das das letzte Mal bei uns passiert ist“, stellte der Coach klar.

Defintiv nicht zur Verfügung stehen wird am Sonntag David Schmidt, der aufgrund seiner Rippenverletzung, die er sich in Marl zugezogen hat, pausieren wird.

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