Rhynern will den Mount Everest erklimmen

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Jan Apolinarski

HAMM - Bei besonderen Spielen sucht Björn Mehnert, Trainer des SV Westfalia Rhynern, immer wieder gerne nach ausgefallenen Vergleichen. Auch so vor dem Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga am Samstag (15.30 Uhr) im Stadion Rußheide, wenn die Elf vom Papenloh beim souveränen Spitzenreiter Arminia Bielefeld II gastiert. „Die Ostwestfalen sind der Mount Everest der Oberliga. Ich hoffe, dass wir die richtigen Bergsteigerschuhe dabei haben werden“, meint Mehnert – und fügt dann hinzu: „Das wird eine äußerst schwere, aber auch reizvolle Aufgabe.“

Lediglich eine Niederlage hat die Arminia in dieser Saiosn kassiert und zweimal unentschieden gespielt, alle anderen Partien haben die Bielefelder gewonnen – für den Rhyneraner Coach mehr als genug Motivation, um mit entsprechend großem Engagement zu Werke zu gehen. „Es muss doch ein großer Anreiz sein, dem Gegner den ersten Punktverlust der Rückrunde beizufügen“, erklärt Mehnert – wohlwissend, dass seine Schützlinge kaum mehr als Außenseiterchancen auf ein Remis haben.

Dass die Westfalia aber auch in der finalen Phase der Saison keineswegs gewillt ist, die Spiele kampflos abzuschenken, zeigte die Mannschaft am vergangenen Sonntag beim 2:0-Erfolg über Eintracht Rheine. Auf einen ähnlich guten Auftritt hofft der 37-Jährige in Bielefeld. „Es wird spannend für mich sein, zu beobachten, wer es schafft, konstant zu spielen und sich auch am Ende der Saison immer wieder aufs Neue zu motivieren“, sagt der Ex-Profi, der auf Tobias Urban (Wadenprellung) verzichten muss. Auch ein Einsatz von Lennard Kleine ist mehr als fraglich. Nachdem der Angreifer seine muskulären Probleme überwunden und gegen Rheine nach seiner Einwechslung beide Treffer erzielte, hatte er in dieser Woche beim Training einen kleinen Rückschlag. „Ich hoffe, dass ich ihn zumindest im Kader dabei haben werde“, so Mehnert.

Beeindruckt ist Rhynerns Coach vor allem aber von den Bielefeldern, die immer noch nicht wissen, ob sie überhaupt in die Regionalliga aufsteigen können, die dennoch nie nachgelassen haben. Auch dann nicht, als sie schon längst als Meister feststanden. „Man muss schon den Hut vor der Mannschaft ziehen, wie sie das durchgezogen hat“, meint Mehnert, der hofft, dass seine Mannschaft aggressiv zur Sache geht, den Platzherren wenig Räume gönnt und selbst versucht, immer wieder nach vorne zu spielen: „Sich gegen so einen Gegner 90 Minuten auf die Defensive zu verlassen, das kann man nicht durchziehen.“ - –pad–

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