Sonntag um 15 Uhr gegen Kaan-Marienborn

Rhynern will den Aufstieg in die Regionalliga feiern

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Vor zehn Tagen bejubelte Rhynern den Sieg im Ortrsderby, jetzt soll der Regionalliga-Aufstieg gefeiert werden.

Hamm - Es wird das letzte Heimspiel für den zum SC Wiedenbrück wechselnden Björn Mehnert als Trainer des SV Westfalia Rhynern sein. Und es ist gleichzeitig auch das mit Abstand wichtigste seiner sechsjährigen Amtszeit am Papenloh.

Denn mit einem Heimsieg über den 1. FC Kaan-Marienborn kann er mit seinem Team am Sonntag (15 Uhr/live im WA-Ticker) den zweiten Platz in der Fußball-Oberliga endgültig sichern und damit den Aufstieg in die Regionalliga West perfekt machen.

„Das ist definitiv ein komisches Gefühl, da wird schon ein bisschen Wehmut dabei sein“, sagt der 40 Jahre alte Coach. „Ich hatte sechs tolle Jahre hier und habe in dieser Zeit nicht so viel verkehrt gemacht. Ich freue mich auf Sonntag und werde den Tag sowie das Spiel genießen.“

Besonders gut genießen wird Mehnert den Sonntag vor allem dann, wenn seine Mannschaft gegen die Gäste aus Siegen einen Dreier einfährt und den Sprung in die vierthöchste Liga schafft. Doch so weit will er im Vorfeld der immens wichtigen Begegnung gar nicht denken. 

"Blenden aus, was passieren kann"

„Wir blenden das aus, was nach dem Spiel passieren kann. Wir sind auf uns fokussiert und denken nur an den Sieg“, sagt der Westfalia-Trainer und betont: „Wir haben noch nichts erreicht. Die Ziellinie liegt direkt vor uns, wir müssen nur noch einen Schritt machen. Aber den müssen wir aktiv machen, denn die Ziellinie wird uns nicht entgegen kommen.“

Mit einem Polster von fünf Zählern und dem um neun Treffer besseren Torverhältnis gegenüber dem Ortsrivalen Hammer SpVg geht Rhynern in den Saison-Endspurt, benötigt also – vorausgesetzt, die die HSV gewinnt ihre beiden Spiele in Hassel und gegen Erkenschwick – noch zwei Zähler, um den Traum von der Regionalliga zu verwirklichen. 

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - Westfalia Rhynern 0:1

„Durch die Niederlage der HSV im Nachholspiel in Erndtebrück hat sich unsere Situation nicht verschlechtert, aber wir haben noch nichts erreicht“, wiegelt Mehnert voreilige Gedankenspiele in Sachen Aufstieg ab, sagt aber gleichzeitig: „Ich weiß schon, dass wir einen Sieg aus zwei noch anstehenden Spielen benötigen. Und wenn wir das erreichen, haben wir etwas geschafft, was es in Rhynern noch nie gab und womit keiner gerechnet hat. Das wäre ein einmaliger Erfolg.“

Etwas für die Geschichtsbücher

Allzu große Bedenken, dass seine Schützlinge angesichts der vielversprechenden Ausgangslage schwere Beine haben und sich zu viele Gedanken machen über das „Was wäre, wenn...“ hat der Trainer nicht: „Die Jungs sollen das als Ansporn sehen, als etwas für die Geschichtsbücher. Das soll Lust machen, aber keinen Druck verursachen oder die Mannschaft hemmen.“

Daher versucht er so in die Partie zu gehen wie in den vergangenen Wochen auch, als die Westfalia noch ein Verfolger des Spitzenduos TuS Erndtebrück und Hammer SpVg war, als die Rhyneraner noch befreit aufspielen konnten. 

Zusammenhalt als großes Plus

„Wir werden das Spiel nicht so angehen, als wenn wir es unbedingt gewinnen müssen. Diesen Druck machen wir uns nicht. Wir werden aber auch nicht so auflaufen, dass wir mit der Auswärtspartie in Paderborn noch ein zweites Spiel in der Hinterhand haben. Wir wollen unser Spiel durchziehen, das hat uns in der Rückrunde oft Siege gebracht“, meint Mehnert und setzt dabei auf den guten Zusammenhalt innerhalb seiner Mannschaft: „Wir sind eine geile Gemeinschaft, das zeichnet uns in der Rückrunde aus. Das hat uns zuletzt einige Punkte gebracht – im Gegensatz zu einigen Konkurrenten.“

Ausfallen wird lediglich Than-Tan Tran, dessen Verletzung sich mittlerweile als Muskelfaserriss herausgestellt hat. Ansonsten stehen alle Akteure zur Verfügung, nachdem sich auch Pascal Beilfuß und Cihad Kücükyagci wieder fit gemeldet haben. Daher ist es gut möglich, dass es ein oder zwei personelle Änderungen geben wird. „Bei unserem 0:0 in Brünninghausen am vergangenen Sonntag haben mir ein paar Kleinigkeiten nicht gefallen“, meint Mehnert – und hofft, dass ihm am Sonntag wieder alles gefallen wird. Am Ende vor allem das Ergebnis.

Beim bislang letzten Aufstieg der Westfalia 2010 war Mehnert Mannschaftskapitän (siehe Video).

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