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Westfalia vor „heißen Wochen“ - Auftakt gegen Preußen Münster II

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Von: Rainer Gudra

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Akhim Seber bejubelt das späte 2:2, Bulut und Onofaro jagen ihn.
Das späte Tor zum 2:2 in Schermbeck - Schütze Akhim Seber enteilt den mitjubelnden Bulut und Onofaro - ebnete den Weg zu einem echten Spitzenspiel. © Rainer Gudra

Es wird das Duell der mit Abstand defensivstärksten mit der offensiv besten Mannschaft sein, wenn der SV Westfalia Rhynern am Sonntag (15 Uhr, Sportpark) die U23 des SC Preußen Münster empfangen wird.

Hamm - Zweifelsohne wird es die Partie des zehnten Spieltages in der Fußball-Oberliga Westfalen sein, die das größte Interesse auf sich ziehen wird, zumal der Tabellenzweite den unmittelbaren Verfolger empfängt. Nach dieser Konstellation hatte es am vergangenen Sonntag ja lange Zeit nicht ausgesehen, nachdem die Westfalia in Schermbeck zunächst so viele Gegentore kassiert hatte wie in den acht Spielen zuvor zusammen. Doch Mut, gepaart mit einem unbändigen Willen, und belohnt durch späte Tore von Christopher Stöhr und Akhim Seber zum 2:2, verhinderten die erste Saisonniederlage.

Beeindruckt von Rhynerns Defensive

Die Defensivleistung der Gastgeber beeindruckt auch die Preußen – zumal die Westfalia in den bisher vier Heimspielen keinen Treffer kassiert hat. SCP-Trainer Kieran Schulze-Marmeling: „Die Anzahl der Gegentore ist verrückt gut, das muss man sagen.“ Mit dem Begriff Spitzenspiel könne er sich inzwischen durchaus anfreunden: „Ein Drittel der Saison ist rum, da hat das schon mehr Aussagekraft.“ Michael Kaminski ist einverstanden: „Man kann sicherlich schon davon sprechen, die Tabelle hat inzwischen einen gewissen Wert. Es werden zwei gute Mannschaften aufeinandertreffen, die auch weiter eine gute Rolle einnehmen werden“, sagt der Westfalia-Trainer, und: „Uns haben das ja nicht alle zugetraut, weil wir in der Offensive ja doch Leistungsträger verloren haben.“

Auch Kaminski lobt den Gegner

„Mit Hakan Sezer und Eduard Probst haben sie ja noch zwei Jungs abgegeben, die letzte Saison die Liga zerschossen haben. Trotzdem spielen sie wieder eine gute Rolle“, wird Schulze-Marmeling auf der SCP-Homepage zitiert. Auch Kaminski ist angetan vom Gegner: „Für einen Regionalliga-Unterbau ist ihr Auftritt in der Oberliga aller Ehren wert. Die Mannschaft war letztes Jahr schon gut, ist aber noch einmal reifer geworden und hat von außen an Physis und Qualität noch einmal gewonnen.“ Es sei „eine harte Nuss“, aber nicht nur er freue sich auf das Spiel: „Die Mannschaft hat sich das erarbeitet – Woche für Woche neu.“

Drei Hammer-Heimspiele

Die Westfalia steigt am Sonntag in eine Phase mit richtungweisenden Spielen ein – alleine die Heimaufgaben haben es in sich. Auf die Preußen folgt der FC Gütersloh, auf diesen Tabellenführer TuS Bövinghausen. Auswärts warten beim Pokal-Intermezzo am kommenden Mittwoch der Holzwickeder SC, dann in der Liga Finnentrop und Gievenbeck. „Das werden heiße Wochen“, sagt Kaminski.

Kaminski hofft auf Optionen

Deshalb sollte sich die personelle Lage schnellstens entspannen, nachdem jüngst in Schermbeck nur noch vier Feldspieler auf der Bank gesessen haben. „Aber es wird sich wohl nicht so viel daran ändern, ich habe für das Spiel gegen Münster kein so gutes Gefühl“, sagt Kaminski. Jan Kleine, Patrick Franke, Merlin Zweimann und Lucas Arenz sind weiter fraglich, ihr Trainer hofft dennoch auf das eine oder andere „grüne Licht“, denn: „Jeder fitte Spieler bietet natürlich eine Option mehr.“

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