Rhynern II fiebert Aufstiegsspiel gegen Wethmar entgegen

Hamm - Es ist wohl die ungewöhnlichste Vorbereitung auf ein Entscheidungsspiel, die sich ein Fußballer oder Trainer vorstellen kann. Gleich neun Akteure des Bezirksligisten SV Westfalia Rhynern II weilten seit Montagmorgen auf Mallorca zur Saisonabschlussfahrt – am Donnerstag (Anstoß 18.30 Uhr) steht in Berkgkamen gegen Westfalia Wethmar das erste von zwei möglichen Spielen um den Aufstieg in die Landesliga auf dem Programm.

„An ein geregeltes Training war unter diesen Voraussetzungen natürlich nicht zu denken. Das ist natürlich schon arg unglücklich und auch eine doofe Geschichte. Aber die Jungs hatten diese Fahrt schon im Oktober geplant, so etwas kann man denen dann auch nicht wegnehmen“, zeigte sich Trainer Thomas Schneider gelassen.

Das letzte Meisterschaftsspiel war am Sonntag gerade abgepfiffen, da hatten sich die Spieler und Verantwortlichen gleich an den Computer gesetzt und nach Flügen geschaut. Denn nach dem 3:1-Sieg über SV Lippstadt II stand fest, dass die Papenloh-Reserve Zweiter in der Bezirksliga geworden war und um den Aufstieg mitspielen kann.

Und so werden die neun Akteure nicht wie geplant am Freitag, sondern bereits am Donnerstag um 11.20 Uhr in Paderborn landen und dann pünktlich vor Ort sein. „Ich vertraue denen“, meint Schneider. „Montag und Dienstag konnten die Gas geben, Mittwoch sollten sie es dann etwas ruhiger angehen lassen.“

Während sich seine Schützlinge auf Mallorca vergnügt haben, hat der Coach seine Hausaufgaben gemacht und die Westfalia aus Wethmar intensiv per Video studiert. „Das ist ein dicker Brocken“, lautet seine Erkenntnis. „Das ist eine Mannschaft, die über ein extrem gutes Offensivpotenzial verfügt. 91 Tore sprechen für sich. Da ist unsere Defensive gefordert, alle werden nach hinten arbeiten müssen.“

Dennoch gehen die Rhyneraner gelassen in diese Partie, setzen sich nicht unter Druck. „Wir müssen nicht aufsteigen, das war nicht unser Ziel und ist auch keine Pflicht“, meint Schneider – und fügt hinzu: „Wenn es dann doch passieren sollte, wäre unsere Freude umso größer. Das wäre dann das Sahnehäubchen auf unsere sowieso schon starke Saison.“

Ein Sieg gegen Wethmar wäre aber erst der erste Schritt Richtung Landesliga. Im Falle eines Erfolges würde am Sonntag die entscheidende Partie gegen den Sieger der Begegnung Victoria Rese gegen Teutonia Waltrop auf dem Programm stehen.

Verzichten müssen die Rhyneraner auf Sven Pahnreck, Marius Michler, Moritz Köhler, Ertugrul Senel (alle verletzt), Onur Arslan (Spätschicht) und Kevin Messner (Urlaub). Als einziger Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft kann Gerrit Kaiser in den Aufstiegspartien eingesetzt werden.

„Wir haben einfach Lust auf dieses Spiel. Denn wir wollen es genießen, ein letztes Mal mit dieser Truppe zusammenzuspielen, denn danach gibt es bei uns einen kleinen Umbruch“, sagt Schneider, dessen Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 19,8 Jahren übrigens die mit Abstand jüngste dieser Aufstiegsrunde ist.

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