Rhynern verspürt keinen Druck vor Partie gegen Ahlen

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David Schmidt und Lennard Kleine.

HAMM - Es ist eigentlich eine wunderbare Situation für den SV Westfalia Rhynern. Das Team liegt nach einer famosen Hinrunde mit 32 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der Fußball-Oberliga und mischt munter in der Spitzengruppe mit.

Von Patrick Droste

Allerdings muss die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert nun beweisen, dass diese Erfolgsserie keine Eintagsfliege war, sondern dass die Elf vom Papenloh auch in der Rückrunde zu den Topteams der Liga gehört. Die erste Möglichkeit dazu haben die Rhyneraner bereits am Sonntag im Heimspiel (15 Uhr) gegen Tabellenführer RW Ahlen.

„Natürlich wird es für uns ein bisschen schwerer als im vergangenen Jahr, denn unsere Gegner werden besser eingestellt sein und wissen, wie wir spielen“, sagt Angreifer Lennard Kleine. „Aber Druck verspüren wir in der Mannschaft keinen, dass wir die Ergebnisse aus der Hinserie jetzt noch einmal toppen müssen.“ Und auch Innenverteidiger David Schmidt zeigt sich betont gelassen, will nichts von großen Erwartungen oder Zielsetzungen wissen. „Klar wollen wir oben dran bleiben. Aber wir lassen das ganz entspannt alles auf uns zukommen“, sagt der 26 Jahre alte Abwehrspieler.

Für die Spitzenpartie am Sonntag gegen die Ahlener hat die Westfalia allerdings klare Ziele vor Augen. Denn im Hinspiel hatte sich das Team nicht von seiner besten Seite präsentiert und bei der 0:3-Niederlage eine der schwächsten Saisonleistungen abgeliefert. „Da hatten wir echt einen schlechten Tag erwischt. Ahlen war wirklich viel besser als wir“, sagt Schmidt. „Aber das wollen wir am Sonntag ändern. Wir wissen, was auf uns zukommt.“ Auch Kleine hat an die Begegnung vom 28. August des vergangenen Jahres keine guten Erinnerungen. „Das war nicht so toll von uns. Wir standen viel zu defensiv anstatt selbst Druck aufzubauen und den Gegner zu attackieren“, sagt er – und hat auch gleich die Taktik parat, mit der die Partie am Papenloh aus Rhyneraner Sicht erfolgreicher gestaltet werden kann: „Vorne hat Ahlen ohne Frage gute Leute. Aber hinten ist die Mannschaft anfällig, daher müssen wir schnell nach vorne spielen.“

Offen ist derzeit aber noch, ob überhaupt gespielt werden kann. Denn der Sportplatz am Papenloh ist bekannt dafür, nicht gerade viel Wasser „schlucken“ zu können. Und sollte es in den nächsten Tagen bis Sonntag erneut stark regnen, droht die Absage des Aufeinandertreffens des Vierten mit dem Ersten. „Ich denke, dass bei uns alles getan wird, damit die Partie stattfindet“, sagt Kleine, der nach einem Bänderanriss während der Vorbereitung zwar eineinhalb Wochen pausieren musste, jetzt aber wieder völlig fit ist. „Wir Spieler haben jedenfalls viel Bock auf Ahlen. Das hat man schon im Training gesehen, da wurde von allen sehr konzentriert gearbeitet.“

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