Rhynern verschläft beim 1:2 in Dortmund die erste Hälfte

+
Auch Mathieu Bengsch setzte sich beim ASC 09 Dortmund nicht entscheidend durch.

Dortmund - Am Ende stürmte selbst Christoph Hunnewinkel. Der Torwart legte sich sogar noch mit Pascal Beilfuß an und wollte unbedingt noch Unruhe im Strafraum des ASC 09 Dortmund stiften.

Doch letztlich war der Ausflug des Torwarts vor das Gehäuse der Gastgeber genauso erfolglos wie (fast) alle Bemühungen seiner Teamkollegen in den 90 Minuten zuvor. „Wir haben 70 oder 80 Prozent Ballbesitz. Aber uns fehlt der Killerinstinkt“, meinte ein gefrusteter SVW-Trainer Björn Mehnert nach der 1:2 (0:2)-Niederlage seines Teams im Aplerbecker Waldstadion.

Zwei Gründe waren letztlich ausschlaggebend für die enttäuschten Gesichter der Rhyneraner nach dem Schlusspfiff. Zum einen eine völlig verschlafene erste Halbzeit. Und zum anderen der fehlende Zug zum Tor, um die vor allem im zweiten Durchgang deutliche Überlegenheit in etwas Zählbares umzumünzen. „Vor dem Wechsel waren wir immer einen Schritt zu spät, haben die ersten 45 Minuten verpennt“, bestätigte Mannschaftskapitän David Schmidt – und fügte hinzu: „Danach muss ich den Jungs aber ein Kompliment machen, vom Einsatz her war das top. Nur der finale Ball hat gefehlt.“

Die Westfalia hatte gar nicht einmal schlecht in die Partie gefunden, verzeichnete durch eine Direkabnahme von Robin Hoffmann (7.) und einen raffinierten Schuss von Mathieu Bengsch (8.) sogar die ersten beiden Chancen der Partie. Als die Rhyneraner dann aber einen Ball im Mittelfeld leichtfertig verschenkten und ASC-Torjäger Tim Schwarz steil geschickt wurde, der Hunnewinkel umkurvte und zum 1:0 einschob, war es mit jeglicher Herrlichkeit der Gäste vorbei. Teilnahmslos verfolgten sie die Aktionen der Platzherren, nahmen die Zweikämpfe kaum noch an und waren meist nur staunendes Beiwerk. So auch in der 28. Minute, als sich Schwarz bei einem Eckball der Aplerbecker von der Strafraumgrenze an den langen Pfosten schlich und dort ungehindert zum 2:0 einschoss (28.). „Beim ersten Tor müssen wir die Situation früher klären. Und auch bei der Ecke fliegt der Ball bei sieben oder acht Leuten von uns vorbei“, kritisierte Mehnert später.

Wie ausgewechselt kamen die Rhyneraner nach dem Wechsel zurück aufs Spielfeld. Weil nun die Einstellung stimmte. Und weil der Westfalia-Coach das System umstellte, für den defensiven Mittelfeldspieler Felix Krellmann mit Thanh-Tan Tran einen weiteren Offensivakteur in die Partie warf. Doch ob Bengsch, der nur das Außennetz traf (52.), Lennard Kleine, der an ASC-Torsteher Jan Held hängenblieb (53.) oder auch Tran, dessen Kopfball nach einem Bengsch-Freistoß zu schwach war (64.) – sie alle wussten die guten Möglichkeiten nicht zu nutzen. Lediglich Jan Kleine war nach einem langen Pass von Torben Menne erfolgreich gewesen, als er auf 2:1 verkürzt hatte (60.). Zu mehr reichte es für die Rhyneraner, die zu spät den Schalter umgelegt hatten, aber nicht mehr. „Die Leistung im zweiten Durchgang war die beste, die wir im bisherigen Saisonverlauf gezeigt haben. Aber leider haben sich die Jungs für ihren Einsatz nicht belohnt“, bilanzierte Mehnert und sah sich in seiner Meinung bestätigt: „Ich hatte schon vor der Spielzeit gesagt, dass das ein schwieriges Jahr wird, weil es so extrem eng ist in der Liga.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare