Rhynern verliert nach Roter Karte in Siegen mit 0:2

+
Hatte nicht seinen Besten Tag erwischt: Rhynerns Mergim Deljiu (links).

Hamm - Der Frust hielt sich in Grenzen. Zwar hatte der SV Westfalia Rhynern gestern Nachmittag das Erstrundenspiel im Westfalenpokal mit 0:2 (0:1) bei den Sportfreunden Siegen verloren, doch sonderlich verärgert war Gästetrainer Björn Mehnert nicht.

„Man hat gesehen, dass wir körperlich fit sind. Nächsten Sonntag wird das ein ganz anderes Spiel“, meinte Mehnert im Hinblick auf den Auftakt in der Oberliga, wenn beide Teams am Papenloh erneut aufeinandertreffen. „Einige von meinen Jungs haben jetzt hoffentlich gemerkt, dass die Zeit der Freundschaftsspiele vorbei ist. So sind sie nämlich teilweise in die Zweikämpfe gegangen.” Die Rhyneraner hatten verhalten begonnen, wollten sicher stehen und bei der großen Hitze im Siegerland nicht gleich Vollgas geben. So gehörte die erste Chance auch den Platzherren. Doch Björn Jost, der nach einem Missverständnis zwischen Martin Zakrzewski und Dustin Wurst alleine auf Christoph Hunnewinkel zulief, verfehlte das Gehäuse knapp (9.). Anschließend fand aber auch die Westfalia besser in die Partie und kam ebenfalls zu Möglichkeiten. Die beste vergab Lennard Kleine, der nach einem Zuspiel von Thanh-Tan Tran das Leder am Tor vorbeischoss (19.). „Da müssen wir einfach in Führung gehen“, beklagte Mehnert später.

Als die Rhyneraner gerade dabei waren, die Kontrolle zu übernehmen und die spielbestimmende Mannschaft zu werden, kippte die Begegnung. Zakrzewski hatte den alleine auf Hunnewinkel zueilenden Haluk Arslan per Notbremse von den Beinen geholt, sah zurecht die Rote Karte (27.) und wird damit zum Meisterschaftsauftakt am nächsten Sonntag gesperrt sein. Als die Gäste anschließend noch dabei waren, die Defensive neu zu ordnen, nutzte Siegen die Konfusion aus und ging mit 1:0 in Front. Mergim Deljius Rückpass zu Hunnewinkel war zu kurz geraten, Jost erlief den Ball, umkurvte Rhynerns Keeper und schob ungehindert ein (29.). Mehnert reagierte, brachte Tim Neumann für den schwachen Deljiu und stellte in der Abwehr auf eine Dreierkette um (34.).

Nach dem Wechsel war die Partie dann schnell entschieden. Nach einer Hereingabe von Philipp Frisch verharrte Hunnewinkel auf der Torlinie, und Abdelhamid Sabiri hatte keine Probleme, aus kurzer Distanz auf 2:0 zu erhöhen (52.). Dabei hatte Mehnert nach der Pause das System noch einmal verändert, im Mittelfeld mit vier Akteuren auf mehr Kompaktheit und im Angriff auf zwei Stürmer gesetzt. Doch diese taktische Umstellung brachte letztlich wenig. Denn mit der klaren Führung im Rücken kontrollierte Siegen die Partie, während die Rhyneraner zwar bemüht, aber gleichzeitig auch viel zu harmlos waren. „Es war bei der Hitze und mit einem Mann weniger schwierig, einen Rückstand aufzuholen. Ich denke, mit elf Spielern hätten wir mehr Chancen kreiert. So sind uns zu viele individuelle Fehler unterlaufen, das darf nicht passieren“, resümierte Mehnert und fügte hinzu: „Siegen stand meist mit zehn Mann in der eigenen Hälfte, hat fast nur auf Konter gesetzt. Das muss uns für nächsten Sonntag bewusst sein.”

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare