HSV und Rhynern unter verschiedenen Vorzeichen ins Derby

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Szene aus dem letzten Derby: Rhynerns Robin Hoffmann im Duell mit den HSVern Faysel Khmiri und Amadeus Piontek.

Hamm - Derby, Derby und kein Ende: Mitte April standen sich die Fußball-Oberligisten Hammer SpVg und SV Westfalia Rhynern zum ersten Mal in diesem Jahr gegenüber. Seither folgten zwei weitere Partien im Kreispokal – und nun die erste der neuen Meisterschaftssaison. Bislang gewann die HSV jedes Duell im Jahr 2014. Ob die Serie hält, wird sich am Sonntag ab 17.30 Uhr in der Evora-Arena zeigen.

Die Ausgangslage ist eine andere als vor den vergangenen Oberliga-Begegnungen der beiden. Die HSV ist mit fünf Punkten aus drei Spielen gut gestartet, während Rhynern mit nur zwei Unentschieden und Platz 17 den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt.

Für Oliver Gottwald macht das die Aufgabe besonders gefährlich. „Dieses Spiel wird anders sein als die davor. Da wird richtig was abgebrannt. Es wird noch intensiver werden, Rhynern wird nochmal eine Schippe drauf legen“, sagt der Coach, unter dessen Regie die HSV den Derby-Fluch abgelegt hat. „Ich habe dreimal gegen Rhynern gewonnen. Ich hoffe nicht, dass aller guten Dinge nur drei sind, sondern vier. Ein Abo auf Derby-Siege habe ich allerdings nicht“, so der 45-jährige Wittener.

Seine Vorfreude ist groß: „Ich habe total Bock auf das Spiel und die Kulisse. Da träumt jeder Amateurfußballer von. Ich muss meine Jungs nicht extra heiß machen. Die muss ich eher bremsen“, sagt Gottwald. Seine Freude wäre wohl noch größer, wenn die personellen Probleme nicht wären. Vor allem die rechte Offensivseite macht ihm Sorgen. Emre Demir wurde am Mittwoch operiert und wird der Mannschaft nach seinem in der Partie bei der SpVgg Erkenschwick (0:0) erlittenen Mittelfelfußbruch in diesem Jahr wohl nicht mehr zur Verfügung stehen.

Danny Radke hat wegen Kniebeschwerden seit gut einer Woche nicht trainiert – sein Einsatz im Derby ist daher höchst unwahrscheinlich. Serdar Yigit könnte dagegen sein Oberliga-Debüt im HSV-Trikot geben. Auch Marcel Ramsey steht zur Verfügung. Seine Gelb-Rot-Sperre ist mit der Kreispokalpartie beim TuS Uentrop am Mittwoch abgegolten.

Trotz der drei Niederlagen in den Derbys zuletzt und des schwachen Saisonstarts freut sich auch Rhynerns Trainer Björn Mehnert auf das Stadtduell. „Zum einen macht Fußball immer Spaß. Zum anderen habe ich als Spieler und als Trainer schon so viele Derbys erlebt und gewonnen, da fallen die drei aus diesem Jahr nicht ins Gewicht“, sagt der Coach, der dennoch nur zu gerne seine Bilanz aufpolieren würde.

Zwar muss er weiter auf die langzeitverletzten Markus Maier, Mathieu Bengsch, Felix Böhmer und Aaron Vasiliou sowie auf Torben Menne (die ganze Woche beruflich verhindert) verzichten, dafür sind aber Christoph Debowiak, dessen Sperre abgelaufen ist, und David Schmidt, der seine Rückenverletzung auskuriert hat, wieder einsatzbereit. „Durch unsere späten Verpflichtungen und die vielen Ausfälle sind unsere Automatismen noch nicht vorhanden. Aber wir haben die Woche gut trainiert, die Jungs waren gut bei der Sache und sind voller Tatendrang“, sagt Mehnert.

Er hofft, dass seine Mannschaft so wie zuletzt im Kreispokalspiel eine Halbzeit lang nun über die komplette Spielzeit agieren wird. „Da haben wir gut die Räume gefunden, unsere Qualitäten eingebracht und die Hammer vor Probleme gestellt“, erklärt Rhynerns Coach. „Wir wollen jedenfalls wieder unser Spiel durchziehen“.

Dass die Hammer SpVg noch einmal so defensiv agiert wie zuletzt beim torlosen Unentschieden in Erkenschwick, damit rechnet er nicht. „Das hätten die Zuschauer auch nicht verdient. Die sollen am Sonntag ein tolles Spiel sehen“, sagt er.

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