Rhynern sucht für Partie gegen SC Roland Führungsspieler

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Fehlt der Westfalia: der erkrankte Robin Hoffmann.

Hamm - Sie sind beide bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Am Sonntag kommt es nun zum direkten Duell, wenn der SV Westfalia Rhynern im Heimspiel der Fußball-Oberliga den ebenfalls überraschend schwach gestarteten SC Roland Beckum erwartet (Anstoß 15 Uhr). „Beckum hat sich als Aufstiegskandidat positioniert. Und wir hätten gerne einen einstelligen Tabellenplatz. Davon sind beide Teams derzeit weit entfernt“, sagt Rhynerns Trainer Björn Mehnert.

Aber die Westfalia benötigt nicht nur dringend Zähler, um sich von den abstiegsgefährdeten Plätzen ins gesicherte Mittelfeld abzusetzen, sondern sie sucht auch Führungskräfte, die in dieser nicht einfachen Situation Verantwortung übernehmen. „Uns fehlen Leadertypen, die in der Defensive und auch in der Offensive das Zepter in die Hand nehmen. Aber es bringt sich keiner ein“, sagt der Ex-Profi, der dabei fast jeden Akteur seines Kaders anspricht. „Wir haben genug Leute bei uns in der Mannschaft, die jahrelang in der Oberliga spielen und die sich als Führungsspieler sehen. Jetzt können sie das zeigen und sich positionieren, wobei das nichts mit dem Alter, sondern eher mit Persönlichkeit zu tun hat. Auch mit 23 Jahren kann man derjenige sein, der die Bälle fordert, der Leistung zeigt und an den sich die Mitspieler anlehnen können.“

Am vergangenen Sonntag bei der 1:2-Niederlage beim ASC 09 Dortmund hatten sich die meisten Akteure der Westfalia jedenfalls über weite Strecken der Partie versteckt, waren erst nach dem 0:2-Rückstand aufgewacht, als das Team mit dem Rücken zur Wand stand. Daher fordert Mehnert seine Spieler auf, aus der Begegnung die entsprechenden Lehren zu ziehen. „Jeder Fehler von uns wir derzeit bestraft. Daher dürfen wir uns keine Unkonzentriertheiten erlauben, müssen das unbedingt minimieren“, sagt der Trainer. „Und wir müssen vor dem gegnerischen Gehäuse noch konsequenter sein. Da hat uns der letzte Biss gefehlt, unbedingt das Tor zu machen.“

Verzichten müssen die Rhyneraner bei ihrem Versuch, die Partie in Aplerbeck vergessen zu machen, allerdings auf den erkrankten Robin Hoffmann, der genauso wie der gesperrte Kapitän Dustin Wurst sowie die Langzeitverletzten wie Felix Böhmer, Markus Maier und Aaron Vasiliou am Sonntag nicht zur Verfügung stehen wird. Einen Wechsel wird es also mindestens geben, Mehnert kann sich aber durchaus noch weitere Änderungen vorstellen. „So schlecht haben wir in Dortmund nicht gespielt. Aber wir hatten eine gute Trainingswoche, da haben sich einige Jungs aufgedrängt. Von daher kann es sein, dass wir personell ein bisschen was anderes ausprobieren“, betont der Coach, ohne dabei ins Detail gehen oder gar Namen nennen zu wollen im Hinblick auf die Partie gegen Beckum.

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