Rhynern spielt stark – und verliert trotzdem mit 0:1

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Im Duell: Mathieu Bengsch und Marco Beier von den Sportfreunden Siegen.

Siegen - Am Ende stürmte sogar Alexander Hahnemann mit nach vorne. Doch auch der Ausflug des lang aufgeschossenen Torwarts in der Schlussminute bei einer Ecke in den gegnerischen Strafraum nutzte nichts – trotz einer starken Leistung verlor der SV Westfalia Rhynern das Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga beim neuen Tabellenzweiten Sportfreunde Siegen im Leimbachstadion vor der beachtlichen Kulisse von 1139 Zuschauern knapp mit 0:1 (0:1).

„Das war eine richtig gute Vorstellung. Ich kann keinem der Jungs einen Vorwurf machen, außer vielleicht, dass sie das Tor nicht getroffen haben“, sagte Rhynerns Trainer Björn Mehnert.

Taktisch hatte der Coach sein Team ein wenig anders aufs Feld geschickt als in den vergangenen Wochen. In der Defensive setzte er nicht auf die gewohnte Vierer-, sondern bei eigenem Ballbesitz auf eine Dreier- und bei Angriffsversuchen der Siegener auf eine Fünferkette mit Wurst sowie Bengsch als Außenverteidigern. 

So hatten die Rhyneraner in der Hinserie die Hammer SpVg im Ortsderby überrascht und in der Evora Arena mit 2:0 gewonnen. „Damit kam Siegen überhaupt nicht zurecht“, meinte Mehnert. Dennoch markierten die Sportfreunde nach 18 Minuten den entscheidenden Treffer. 

Tim Neumann hatte Haluk Arslan im Strafraum von den Beinen geholt, und Schiedsrichter Tim Zahnhausen (Herne) entschied sofort auf Elfmeter. Der Gefoulte schnappte sich das Leder und verwandelte zum 1:0. Ansonsten aber sahen die Zuschauer eine Partie mit nur wenigen Torraumszenen. 

Beide Teams lieferten sich eine intensive Auseinandersetzung, neutralisierten sich aber auch gleichzeitig. Erst unmittelbar vor der Pause nahm die Partie noch einmal mächtig Fahrt auf, als Lennard Kleine (41., 44.) und Thanh-Tan Tran (43.) gute Möglichkeiten auf der einen sowie Abdelhamid Sabiri (45.) auf der anderen Seite hatten.

Nach dem Wechsel drehten die Gäste mächtig auf, agierten noch mutiger, waren klar überlegen – nur das Toreschießen klappte nicht nach Wunsch. So hatte Lukas Arenz noch die beste Chance, als sein 25-m-Schuss sogar Siegens Keeper Dominik Poremba durch die Finger rutschte, ehe er dann Ball aber im Nachfassen unter sich begrub. 

Zudem fand ein Tor von Tran wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. Und auch ein Foul an Lennard Kleine im Strafraum wurde nicht geahndet. „Leider können wir uns für unser gutes Spiel und die guten Chancen nichts kaufen“, ärgerte sich Mehnert.

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