Rhynern am Scheideweg: Mehnert will gegen Zweckel „Typen“ sehen

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Mittelfeld oder Abstiegskampf? Rhynerns Trainer Björn Mehnert (rechts) sieht sein Team am Scheideweg.

HAMM - Zwei Mannschaften, ein Ziel: Der Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern will sich am Sonntag (14.30 Uhr) mit einem Sieg beim Tabellenletzten SV Zweckel von der Abstiegszone absetzen.

Um das Gleiche zu schaffen, benötigen die Gladbecker mehr als nur einen Erfolg. Den Anfang wollen sie gegen Rhynern machen. „Genau das werden sie versuchen – darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Rhynerns Trainer Björn Mehnert.

Er sieht sein Team vor den Partien gegen Zweckel und am darauffolgenden Samstag gegen den FC Gütersloh am Scheideweg. „Diese Spiele werden entscheidend sein für den Weg der ganzen restlichen Saison. Entweder wir haben einen richtig harten Abstiegskampf bis zum Ende. Oder wir schaffen es, uns von unten zu lösen. Im Moment“, sagt Mehnert klar, „ist es Abstiegskampf. Das muss man nicht drumherum reden.“

Ob seine Mannschaft das Zeug für den Tanz am Abgrund hat, wird sich für Mehnert in den Duellen mit Zweckel und Gütersloh zeigen. „Im Training ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber sonntags fehlen mir die Typen! Typen, die dann fehlerfrei 100 Prozent Leistung abrufen, wenn es darauf ankommt“, sagt Mehnert. „Wenn die Sonne scheint, man Zweiter, Dritter oder Fünfter ist, dann ist das einfacher. In schlechten Phasen wie jetzt kristallisieren sich die Fußballer heraus, die auch in anderen Umfeldern zurecht kommen. Jetzt kann sich jeder positionieren. Und das kann ein 18-Jähriger genau so gut wie einer, der schon 37 ist.“

Der Ton ist damit gesetzt vor dem Spiel in Zweckel, für das Mehnert einige Akteure fehlen werden. Neben den langzeitverletzten Markus Maier und Aaron Vasiliou fällt der rotgesperrte David Schmidt aus. Ebenfalls nicht dabei sein können Mergim Deljiu (grippaler Infekt), Jan Kleine, der sich im Training eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hat, und Torwart Christoph Hunnewinkel. Er muss – wie eine MRT-Untersuchung in dieser Woche offenbarte – am Meniskus operiert werden. Auch Thorben Menne ist kein Option. Der zweikampfstarke Mittelfeldspieler musste aufgrund seiner Patellasehnenprobleme immer wieder das Training abbrechen.

Diejenigen, die übrigbleiben, dürfen sich auf ein kampfbetontes Spiel einstellen. „Wir kennen den Platz in Zweckel. Da kann man es nicht mit Kombinationsfußball versuchen. Da muss man einfach spielen“, sagt Mehnert.

Mehnert: „Zweckel hat durch das Unentschieden Mut gefasst. Die Mannschaft wird sich gegen uns nicht mit elf Mann hinten reinstellen. Aber unser Ziel ist ein Sieg. Das muss auch unser Ziel sein, sonst müssten wir nicht Fußball spielen.“ - sst

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