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Feier schon am Sonntag? Die wichtigsten Informationen zu Rhynerns Aufstiegskampf

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Von: Patrick Droste

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Beim letzten Gastspiel der Rhyneraner in Rheine entschied Gianluca Di Vinti (rechts) die Partie mit seinem Dreierpack im Alleingang. 
Beim letzten Gastspiel der Rhyneraner in Rheine entschied Gianluca Di Vinti (links) die Partie mit seinem Dreierpack im Alleingang.  © Reiner Mroß / Digitalfoto

Für den SV Westfalia Rhynern steht am Sonntag beim FC Eintracht Rheine (15 Uhr) das letzte Auswärtsspiel der Saison in der Fußball-Oberliga an.

Hamm - Wir erklären, welch große Bedeutung diese Begegnung für die auf Rang zwei platzierte Mannschaft von Trainer Michael Kaminski haben kann und unter welchen Umständen die Westfalia im Münsterland bereits den Aufstieg in die Regionalliga feiern darf.

Wie ist die Konstellation an der Tabellenspitze?

Durch den 4:2-Sieg im Nachholspiel über die U21 des SC Paderborn 07 hat der 1. FC Kaan-Marienborn (59 Punkte) wieder die Tabellenführung in der Aufstiegsrunde übernommen, hat nun drei Zähler Vorsprung auf den SV Westfalia Rhynern (56) und kann mit einem Sieg beim SV Schermbeck den Sprung in die Regionalliga perfekt machen. Die Westfalia liegt als Tabellenzweiter knapp vor der SG Wattenscheid 09 (55), dem Nachwuchs aus Paderborn (54) und dem FC Gütersloh (51).

Kann auch Rhynern bereits am Sonntag den Aufstieg feiern?

Das ist eher unwahrscheinlich, theoretisch allerdings möglich. Sollte Rhynern in Rheine gewinnen und gleichzeitig Wattenscheid beim TuS Erndtebrück sowie Paderborn bei den Sportfreunden Siegen jeweils keinen Dreier landen, würde auch die Westfalia in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in der vierthöchsten Liga Deutschlands antreten. Sollten Wattenscheid und Paderborn genauso wie Rhynern am Sonntag gewinnen, gäbe es Pfingstmontag am letzten Spieltag einen Showdown. Die Kaminski-Elf könnte dann mit einem Sieg im Heimspiel über den SV Schermbeck den Aufstieg perfekt machen. Sollte Rhynern am Sonntag verlieren oder nicht über ein Remis hinauskommen und die Konkurrenten gleichzeitig gewinnen, wäre die Westfalia am letzten Spieltag auf fremde Hilfe angewiesen. „Natürlich ist es ein Vorteil, dass wir es selbst in der Hand haben. Das bestärkt uns“, sagt Kaminski.

Wie groß ist der Druck, der auf der Mannschaft lastet?

Michael Kaminski betont immer wieder, dass er und sein Team keinen Druck spüren würden. „Wir freuen uns einfach auf das Spiel“, sagt der Coach. „Für uns ist es ein tolles Gefühl, dass wir so ein starkes Jahr hingelegt haben und dass wir am vorletzten Spieltag noch mitten im Aufstiegsgeschäft dabei sind. Daher fahren wir mit guter Laune und viel Euphorie nach Rheine.“

Was für eine Aufgabe erwartet Rhynern am Sonntag in Rheine?

Bei der Eintracht hat sich die Westfalia in den vergangenen Jahren immer schwer getan und selten etwas Zählbares aus dem Münsterland zurückgebracht. In der Hinrunde hatte Rhynern das Heimspiel gegen Rheine allerdings mit 3:0 gewonnen und auch im September 2020 in der letzten Auswärtspartie durch einen Dreierpack von Gianluca Di Vinti mit 3:1 bei der Eintracht triumphiert. Am vergangenen Sonntag hatten die Münsterländer jedoch mit einem 2:2 beim 1. FC Kaan-Marienborn überrascht und gezeigt, dass sie – obwohl sie in das Aufstiegsrennen nicht mehr eingreifen können – die Saison noch keineswegs abgehakt haben. „Das wird enorm schwer, denn Rheine verfügt über eine erfahrene Mannschaft“, befürchtet auch Kaminski. „Wir müssen da viel investieren, wieder leidenschaftlich und mutig sein – eben das zeigen, was uns die letzten Wochen schon ausgezeichnet hat.“

Was spricht am Sonntag für einen Sieg des SV Westfalia Rhynern?

Die Elf von Michael Kaminski hat in diesem Jahr erst eine Partie verloren, hat durch die vielen Erfolge und den Sprung auf Platz zwei eine Menge Selbstvertrauen gesammelt und wird auch in Rheine wieder mit breiter Brust auflaufen. „Ich denke auch, dass unser Lauf für uns spricht“, bestätigt Kaminski. „Und unsere mannschaftliche Geschlossenheit gepaart mit zwei enorm treffsicheren Spielern.“ Damit meint er Hakan Sezer, der in dieser Saison schon 28 Treffer erzielt, und den 21-mal erfolgreichen Eduard Probst.

Wie sieht es bei der Westfalia vor dem wichtigen Spiel personell aus?

Da der zuletzt aus beruflichen Gründen fehlende Mazlum Bulut wieder dabei ist, steht Kaminski bis auf die langzeitverletzten Brian Wolff und Lennard Kleine der komplette Kader zur Verfügung. „Das gibt jedem von uns ein gutes Gefühl“, sagt Kaminski, der am Sonntag auf lautstarke Unterstützung von Rhyneraner Fans hofft.

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