Rhynern muss sich gegen Siegen mit 0:0 begnügen

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Kein Tor: Tim Neumanns Treffer wurde abgepfiffen.

Hamm - In der 89. Minute lag der Ball dann doch im Netz. Nach einer Ecke hatte Tim Neumann das Leder über die Linie befördert – doch ehe der Innenverteidiger des SV Westfalia Rhynern jubelnd abdrehen durfte, ertönte schon der energische Pfiff von Schiedsrichter Florian Exner, der ein Foul an Siegens Keeper Dominik Poremba gesehen hatte.

„Ich weiß nicht, ob man das abpfeifen muss“, sagte Trainer Björn Mehnert, ehe er nach dem 0:0 im ersten Heimspiel der neuen Fußball-Oberliga-Saison gegen die Sportfreunde ehrlich zugab: „Mit dem Remis gegen einen Regionalliga-Absteiger kann ich gut leben.“

Es war ein zähes Spiel, das die 390 Zuschauer auf dem nach dem Regen tiefen und rutschigen Boden am Papenloh zu sehen bekamen. Die Rhyneraner hatten nach der 0:2-Niederlage im Westfalenpokal eine Woche zuvor bei den Sportfreunden Siegen ihre Schlüsse gezogen, ließen sich dieses Mal nicht so naiv aus der Defensive locken und auskontern.

Denn die Gäste hatten sich erneut weit in ihrer eigenen Hälfte verschanzt, ließen die Westfalia kommen und lauerten auf schnelle Angriffe über ihre junge Offensive.

So blieben vor allem im ersten Durchgang gefährliche Szenen auf beiden Seiten Mangelware. Felix Krellmann köpfte den Ball nach einer Ecke von Robin Hoffmann über die Latte (5.), und Jan Kleine kam nach einer Hereingabe von Hoffmann einen Schritt zu spät (23.).

Den Sportfreunden erging es mit ihren wenigen Möglichkeiten nicht besser. Björn Jost verfehlte mit seinem Schrägschuss (9.) ebenso das Rhyneraner Tor wie Serkan Dalman nach einer Ecke (34.). Und Manuel Konate Lueken scheiterte an Torwart Alexander Hahnemann, der das Leder im Nachgreifen unter Kontrolle bekam (42.).

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - Sportfreunde Siegen 0:0

Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber dann den Druck, riskierten mehr und waren das tonangebende Team. Gefährlicher wurden sie mit ihren Aktionen allerdings nicht. „Rhynern war in der zweiten Halbzeit optisch klar überlegen, hatte gefühlt 75 Prozent Ballbesitz“, bestätigte nach der Partie auch Siegens Trainer Ottmar Griffel.

Etwas Zählbares sprang dabei aber nicht heraus, auch wenn Mehnert zuerst mit Thanh-Tan Tran für Jan Kleine und Neuzugang Joachim Mrowiec für den emsigen, aber glücklosen Jannick Kastner noch zwei frische Offensivkräfte brachte.

Hoffmann war in der 58. Minute mit einem 20-m-Schuss an Poremba gescheitert, Tran köpfte über die Latte (63.), und der starke Lennard Kleine verfehlte nach einem Solo über die linke Seite das Tor nur knapp (71.).

Als dann in der Nachspielzeit ein Schuss von Dustin Wurst, der an der Strafraumgrenze frei abzog, über das Gehäuse der Gäste flog, war klar, dass die Zuschauer an diesem Tag am Papenloh keinen Treffer mehr sehen würden.

„Uns haben einfach die Nadelstiche gefehlt“, meinte Mittelfeldspieler Felix Krellmann. Und da auch die Siegener ihre zwei Möglichkeiten durch Haluk Arslan (59.) und Adil Kouskous (79.) nicht in etwas Zählbares umwandelten, endete die Begegnung torlos.

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