Fußball

Westfalia Rhynern lässt gegen den SC Delbrück nicht viel zu

Flach ins Eck traf Gianluca Di Vinti in dieser Szene nach 22 Minuten zum 1:0.
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Flach ins Eck traf Gianluca Di Vinti in dieser Szene nach 22 Minuten zum 1:0.

Teil eins von drei der intensiven Vorbereitungswoche gegen ein Westfalenliga-Trio hat Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern siegreich gestaltet.

Hamm –Gegen den eine Klasse tiefer spielenden Delbrücker SC gewann das Team von Trainer Michael Kaminski am Samstag verdient mit 2:0 (1:0). Es folgen zwei weitere Testspiele dieser Kategorie bei der Spvgg Erkenschwick am Mittwoch und beim TuS Hiltrup am Sonntag. Der Coach sah gegen Delbrück insbesondere eine sehr starke erste Hälfte seiner Schützlinge. „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr, sehr zufrieden. Da haben wir uns viele Chancen erspielt. Das war ordentlich“, so Kaminski.

Seine Mannschaft sollte gefordert werden von dem Westfalenligisten aus Delbrück. Und zumindest in der Anfangsphase spielten die Gäste mutig nach vorne und suchten den Weg zum Tor. Nach der ersten Gelegenheit der Westfalia, als Gianluca Di Vinti nach einer kurzen Ecke von Hakan Sezer an der Grundlinie in Richtung Strafraum zog und sein Schuss nur knapp am linken Tor vorbei ging (9.), spielte sich das Geschehen aber fast nur noch in der Hälfte des DSC ab. Durch ein frühes Anlaufen der Blau-Weißen wurden die Gäste in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt und befreiten sich nur selten.

Rhynern ließ dagegen den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen und kombinierte sich immer wieder, allen voran durch den schnellen und flinken Hakan Sezer, vor das Tor von Keeper Daryoush Hosseini. Allerdings mangelte es im letzten Drittel das eine oder andere Mal an Präzision. „In den Aktionen fehlten uns ab und zu die Genauigkeit und die letzte Konsequenz“, meinte Kaminski, der aber nach 22 Minuten die verdiente Führung für sein Team sah. Nach einer Ecke der Delbrücker schaltete die Westfalia schnell um. Di Vinti tauchte frei vor Hosseini auf und schob den Ball ins rechte untere Eck zum 1:0 ein (22.). Kurz darauf verpassten es Eduard Probst mit einem Schuss, der haarscharf das Tor verfehlte, und Marvin Joswig per Kopfball, der von Schlussmann Hosseini an die Latte gelenkt wurde, die Führung auszubauen (24.).

„Wir hätten uns in der ersten Halbzeit vielleicht mit einem zweiten Tor belohnen müssen“, haderte Kaminski etwas mit der Chancenverwertung. „Wäre es ein Meisterschaftsspiel gewesen, hätten wir den Deckel schon drauf machen müssen.“

Doch so ging es nur mit einem knappen Vorsprung in die Kabine, aus der die Gäste deutlich verbessert herauskamen. Durch ein beherzteres Auftreten in den Zweikämpfen erarbeitete sich Delbrück nun deutlich mehr Ballbesitz als noch im ersten Durchgang und belohnte sich fast. Ein Schuss vom eingewechselten Jannik Welkener klatschte an die Latte, Westfalia-Torwart Maximilian Eul wäre machtlos geblieben (48.). „Delbrück kam in den ersten zehn bis 15 Minuten richtig gut aus der Halbzeit heraus. Da waren sie stärker, und da mussten wir uns in den Zweikämpfen richtig wehren“, gestand Kaminski. „Da können wir uns nicht beschweren, wenn es 1:1 steht.“

So aber sollte der Lattenschuss nicht mehr als ein Warnzeichen für die Hausherren gewesen sein, die dann mit dem ersten richtig zu Ende gespielten Angriff direkt erfolgreich waren. Hakan Sezer nahm Tempo im Mittelfeld auf, und Neuzugang Brian-Cedric Wolff brachte den Ball über die Linie (60.). Das 2:0 für Rhynern zog dem DSC den Zahn. Richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Torwart Eul nicht mehr. Dadurch konnte es sich auch Kaminski erlauben, sieben Einwechslungen in einem Zuge vorzunehmen (69.). „Wir haben nichts mehr zugelassen, und dementsprechend geht das 2:0 gegen einen sehr engagierten Westfalenligisten in Ordnung. Der Test war gut für uns, ich bin zufrieden“, resümierte Kaminski. Und das nicht nur, weil seine Mannschaft vom Gegner, wie erhofft, gefordert wurde.

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