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Rhynern mit Respekt und ohne Sezer in Gütersloh

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Von: Günter Thomas

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Sezer Toy (rechts) hat laut Westfalia-Trainer Michael Kaminski einen Sprung gemacht. 
Sezer Toy (rechts) hat laut Westfalia-Trainer Michael Kaminski einen Sprung gemacht.  © Reiner Mroß / Digitalfoto

Der beherzte Auftritt aus dem Westfalenpokalspiel vom Mittwoch wirkte bei Michael Kaminski auch zwei Tage später noch nach.

Hamm - „Das war eine sehr, sehr gute Vorstellung von uns – trotz der personellen Umstellungen, die wir vorgenommen haben“, sagte der Coach des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern nach der 0:2-Niederlage gegen den klassenhöheren Regionalliga-Vertreter RW Ahlen. „Dass es dann in der zweiten Halbzeit mit einem Spieler weniger schwer werden würde, war klar. Aber ich denke, dass die Zuschauer zufrieden nach Hause gegangen sind.“

Dass dieser Spieler nun seine Sperre im Ligabetrieb – und da speziell am Sonntag im Auftritt des Teams beim FC Gütersloh (15 Uhr/Heidewaldstadion) – absitzen muss, gefällt dem Coach allerdings weniger. Zehn der 25 Rhyneraner Treffer gehen auf das Konto von Mittelfeldmotor Hakan Sezer, der am Mittwoch zunächst mit einem Pfostenschuss Pech hatte (9.), dann in der zwölften Minute einen Elfmeter verschoss und nach seiner Unsportlichkeit bereits in der 53. Minute Gelb-Rot sah und vom Platz musste. Da auch Lennard Kleine verletzungsbedingt in der Hinserie kein Thema mehr sein wird und Kaminski auch sonst noch „Fragezeichen hinter den Einsätzen von drei, vier Spielern des Kaders“ sieht, wird das Team am Sonntag erneut mit einer veränderten Startformation auflaufen. „Aber unabhängig davon, wer dabei ist, habe ich vollstes Vertrauen in die Mannschaft“, sagt Kaminski, der lobt: „Generell finde ich es bemerkenswert, wie wir das machen mit dem Umstellungen, wie die anderen Spieler, die reinkommen, sofort im Team funktionieren – und das, obwohl mancher vielleicht auf einer Position spielen musste, auf der er sonst nicht zuhause ist.“

Lob für Stöhr und Toy

Einer der genannten ist Christopher Stöhr. Eigentlich im defensiven Mittelfeld auf der Sechs zuhause, machte der 24-Jährige zuletzt auch als Innenverteidiger eine gute Figur. Auch Sezer Toy, der in der Vorbereitung verletzt war, hat „in den vergangenen Wochen einen Schub nach vorne gemacht – und hat jetzt auf der Acht gespielt“, lobt Kaminski, der auch die Innenverteidigung „immer gut“ sieht, „egal, wer da gerade mit wem zusammenspielt. Das funktioniert nur, weil alle Spieler ihre Egoismen hinten angestellt haben.“

Den kommenden Gegner aus Gütersloh schätzt der Westfalia-Trainer hoch ein. „Ich habe den FCG vor der Saison mit Kaan-Marienborn zum Aufstiegsfavoriten ernannt. Und bei dieser Einschätzung bleibe ich“, sagt Kaminski über den derzeitigen Tabellenachten. „Mit dem Umfeld und dem Etat gehören die nach oben. Das wird eine schwere Aufgabe.“

Vor allem die Achse mit Torhüter Jarno Peters, Tim Manstein im zentralen Mittelfeld, Matthias Haeder als Spielgestalter und dem Niederländer Alexander Bannink auf der linken Angriffsseite schätzt Kaminski hoch ein. „Da fahren wir sicher nicht als Favorit hin“, ist sich der Coach sicher, der dennoch gerne etwas Zählbares mitnehmen würde.

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